Güstrow : Pegida-Marsch unter Protest

Anhänger der MVgida-Bewegung in Stralsund.
Anhänger der MVgida-Bewegung in Stralsund.

MV-Ableger meldet Demonstration in Güstrow an / Solidarität mit Karen Larisch

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17. April 2015, 08:00 Uhr

Ein für Sonntagnachmittag angemeldeter Aufmarsch des fremdenfeindlichen Aktionsbündnisses „MVgida“ in Güstrow ruft Gegenprotest hervor. So fordert der Kreisvorstand der Partei Die Linke alle Güstrower dazu auf, ein „Zeichen für ein friedliches und buntes Güstrow“ zu setzen. Kreisvorsitzende Gerit Losand-Gärber: „Ziel muss es jetzt sein, der NDP-dominierten MVgida nicht die Straße zu überlassen. Die Güstrower müssen gemeinsam mit den Unterstützern aus der Region deutlich zum Ausdruck bringen: Wir haben die Rassisten und Nazis satt und wollen ein Güstrow für alle!“ Angekündigt sind Mahnwachen entlang der Wegstrecke von MVgida. Zugleich will der Linke-Kreisvorstand Karen Larisch den Rücken stärken. Die Güstrower Stadtvertreterin sieht sich wegen ihres sozialen Engagements rechtsextremen Anfeindungen und Bedrohungen ausgesetzt.

Auch die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen solidarisiert sich mit Larisch. „Wir kennen und schätzen, Karen Larisch als eine kompetente und hochengagierte Kollegin im Kreistag, die sich seit Jahren für die Belange und die Integration von Flüchtlingen einsetzt,“ sagt Klaus-Michael Bull, Grünen-Fraktionsvorsitzender. Bull: „Dass jetzt von Rechtsextremen Stimmung gegen sie als Person gemacht wird, die bis zu verbalen Attacken und Gewaltandrohungen reichen, ist vollkommen inakzeptabel. Hier müssen die zuständigen Behörden mit aller Konsequenz einschreiten. Aber auch die Solidarität der Zivilgesellschaft ist gefordert!“

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