Kommunalwahl 2014 : Parteien spielen keine Rolle

165 Kandidaten bewerben sich bei Güstrow-Land um Sitz in Gemeindevertretung und Bürgermeisterposten / Nur neun auf Partei-Listen

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22. März 2014, 06:00 Uhr

69 Wahlvorschläge mit 165 Kandidaten für die Kommunalwahl am 25. Mai bestätigten in dieser Woche die Mitglieder des Wahlausschusses des Amtes Güstrow-Land. Sie treten in den 15 Gemeinden des Amtes an. Lediglich in der größten Gemeinde des Amtes, in Gülzow/Prüzen, gibt es nur zehn Bewerber für eine Gemeindevertretung mit zwölf Mitgliedern plus Bürgermeister, informiert Sabine Schwarz, Leitende Verwaltungsbeamtin.

In drei Gemeinden des Amtes treten die bisherigen Bürgermeister nicht wieder zur Wahl an: Harald Berndt in Glasewitz, Martin Poppe in Gutow und Inge Kiel in Groß Schwiesow. 20 Jahre hatte Letztere die Geschicke der Gemeinde geleitet. Ihr im Amt nachfolgen wollen gleich drei Kandidaten: Dietmar Daubitz-Abend, Thomas Körting und Peter Fischer. In Gutow, wo Martin Poppe nach dem Tod des langjährigen Bürgermeisters Heinrich Murr aus den Reihen der Gemeindevertretung in das Amt gewählt worden war, bewirbt sich nun Rita Burchard um dieses. Sie war viele Jahre lang Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Güstrow-Land und im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen. In Glasewitz bemühen sich Tim Otte und Grit Goldbach um das Amt des Bürgermeisters.

Ohne Gegenkandidaten treten die bisherigen Amtsinhaber Karl-Heinz Kissmann (Gülzow-Prüzen), Fred Lange (Zehna), Wilfried Zander (Lüssow), Hans-Georg Hinrichs (Mistorf), Ulrich Blau (Mühl Rosin), Jens Kupfer (Reimershagen) und Marita Breitenfeld (Sarmstorf) wieder an. Dagegen müssen sich ihre Amtskollegen Hans-Uwe Tessenow in Klein Upahl, Ulrich Bismarck in Kuhs, Bernd Dikau in Lohmen und Holger Büttner in Plaaz einem Herausforderer stellen. So wollen es Jan-Thomas Jacobi (Klein Upahl), Wilfried Neick (Lohmen), Gunnar Gaffke (Kuhs) und Rolf Schmeckel (Plaaz) wissen.


Wählergemeinschaften und Einzelkandidaten


In der Mehrheit der Gemeinden des Amtes Güstrow-Land bewerben sich zehn bis zwölf Kandidaten um den Einzug in die Gemeindevertretung. Größer ist das Interesse in den Gemeinden Gutow und Mistorf. Hier bemühen sich jeweils 17 Kandidaten um acht Plätze im Dorfparlament.

Die meisten Kandidaten, so berichtet Sabine Schwarz, werden von Wählergemeinschaften ins Rennen geschickt. Parteien spielen auf unterster kommunaler Ebene keine Rolle. Mit CDU-Mandat treten insgesamt gerade mal sechs Bürger in den Gemeinden an. SPD, Die Linke und FDP bringen es auf jeweils gar nur einen Kandidaten, rechnet die Leitende Verwaltungsbeamtin vor. Neben den Wählergemeinschaften finden sich zahlreiche Einzelbewerber auf den Listen – besonders auffällig in den Gemeinden Reimershagen, Plaaz und Gülzow/Prüzen.

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