Verein vorgestellt : Paradies vor der Haustür schaffen

Einige Mitglieder des Angelvereins Vietgest auf der Schwimmsteganlage, die vor zwei Jahren entstand. Links: Vereinsvorsitzender Marco Bohn.  Fotos: Christian Menzel
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Einige Mitglieder des Angelvereins Vietgest auf der Schwimmsteganlage, die vor zwei Jahren entstand. Links: Vereinsvorsitzender Marco Bohn. Fotos: Christian Menzel

SVZ-Serie „Vereine in der Region“: Angelverein Vietgest freut sich über steigende Mitgliederzahlen.

svz.de von
31. März 2016, 05:00 Uhr

Die Angelrouten lassen die Mitglieder des Vietgester Angelvereins in diesen Wochen zu Hause. Dafür kommen die Petrijünger mit Hammer, Akkuschrauber und Laubbesen zum Arbeitseinsatz. Am „Lichts Eck“ des Flachen Ziests müssen die Stege ausgebessert werden, gegenüber, auf der Waldseite am vor zwei Jahren angelegten Rastplatz, ist Frühjahrsputz angesagt. Einige Einsätze stehen noch im Kalender, bevor der Verein am 24. April mit dem Anangeln die neue Saison beginnt.

Auf den Rastplatz, nur wenige Meter von der Straße zwischen Vietgest und Lübsee entfernt, sind die Angler besonders stolz. „Der Rastplatz mit Unterstand und neuer Schwimmsteganlage wurde im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens der Gemeinde Lalendorf geschaffen. Es ist die erste Maßnahme, bei der der Eigenanteil zu 100 Prozent von unserem Verein als Nutzer getragen wurde“, erklärt Thomas Ackermann, der im Vorstand als Gewässer- und Naturschutzwart mitarbeitet. Dazu gehören nicht nur zirka 31  000 Euro, die der Verein beigesteuert hat. Besonders hebt Ackermann die Arbeitsleistungen hervor, die die Mitglieder erbracht haben. „Da entfallen auf jeden wohl fünf bis sechs volle Arbeitstage“, rechnet er vor.

Das Vorstandsmitglied erinnert sich noch lebhaft an die Zeit, als der Bau der Schwimmsteganlage spruchreif wurde. „Das war damals eine echte Zerreißprobe für unseren Verein. Vor uns lag ein großer Berg an Arbeit, aber nicht alle waren bereit, diesen beschwerlichen Weg zu gehen“, sagt er. Die gemeinsame Arbeit habe den Verein zusammengeschweißt und der Zusammenhalt unter den knapp 100 Mitgliedern sei dadurch enorm gewachsen, bestätigt Ackermann. Angestiegen sind seitdem auch die Mitgliederzahlen. Bis Rostock habe sich inzwischen herumgesprochen, dass am Flachen Ziest in Vietgest ein Kleinod für Angler und Naturliebhaber entstanden sei. „Es ist bestimmt nur eine Frage der Zeit, bis wir die Zahl von 100 Mitgliedern erreichen und überschreiten“, ist sich der Vereinsvorsitzende, Marco Bohn, sicher.

Zur guten Stimmung tragen auch die übers Jahr verteilten Aktivitäten bei. Da wird zum Gemeinschafts- und Paarangeln eingeladen oder treffen sich die Petrijünger zum Preisskat in der Gremmeliner Feuerwehr. Früher sei man auch hin und wieder zum Hochseeangeln gefahren, aber dafür habe man zurzeit keinen Nerv. „Es gibt viel zu tun und wunderschön ist es hier auch“, sagt Ackermann. Im Flachen Ziest mit seiner Fläche von 37,5 Hektar und einer maximalen Tiefe von vier Metern leben Karpfen, Hechte, Aale, Zander oder Plötze. Im vergangenen Herbst haben die Petrijünger 21 Kilo Aalbesatz ausgebracht. Im nächsten Jahr will man etwas für den Hecht tun. „Wir verlängern seine Schonzeit um zwei Monate“, informiert der Gewässerwart. Im Klartext heißt das, dass 2017 das Hechtangeln zwischen dem 1. Januar und dem 1. Mai tabu ist.

Der durch einen zirka 50 Meter breiten „Hals“ mit dem Vietgester Gewässer verbundene Tiefe Ziest wird vom Angelverein Lübsee bewirtschaftet. „Wir verstehen uns gut mit unseren Nachbarn“, versichert Thomas Ackermann.

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