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Güstrowerinnen engagieren sich außerhalb des Weltladens : Papier sparen und Aidskranken helfen

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Diese Güstrower Frauen leben für ihre Projekte: Meike-Christine Karl prangert die Verschwendung von Papier auf der Welt an – und Ursula Pfannenschmidt hilft Waisenkindern und Aidskranken in Afrika.

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erstellt am 12.Apr.2013 | 07:59 Uhr

Güstrow | Die Frauen leben für ihre Projekte. Meike-Christine Karl engagiert sich für den Erhalt der Wälder auf der Welt - prangert die Verschwendung von Papier an - und Ursula Pfannenschmidt hilft Waisenkindern und Aidskranken in Afrika. Diese Themen standen im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung, die von der Bildungsgruppe des Weltladen-Vereins Güstrow organisiert wurde.

18 Mitarbeiter zählt der Weltladen. Die Frauen und Männer wollen durch ihre Arbeit nicht nur Produkte aus fairem Handel anbieten sondern in vielerlei Hinsicht auch Aufklärungsarbeit leisten. Karl war sechs Jahre für das Eine-Welt-Landesnetzwerk mit einem "Papierkoffer" unterwegs und verdeutlichte, welche Folgen der enorme Verbrauch von Papier mit sich bringt. "2011 verbrauchte jeder Deutsche 243 Kilogramm Papier - das entspricht einer 80-jährigen Fichte", so die engagierte Güstrowerin. "Klimaschutz und Menschenrechte sind der weltweit operierenden Zellstoffindustrie egal", prangert sie an. Was also tun? Meike-Christine Karl fordert auf, sorgsam mit Papier umzugehen. Am besten sei Papier, das gar nicht erst gebraucht oder nicht neu gekauft wurde. An zweiter Stelle stehe umweltfreundlich hergestelltes Papier. "Der blaue Engel ist ein sicheres Zeichen dafür." Ein guter Schritt sei, wenn Verwaltungen anfangen würden, solches Papier zu benutzen. Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie sei ein Beispiel. Karl: "Es nutzt komplett Recyclingpapier."

Ein ganz anderes Thema, doch Ursula Pfannenschmidt brennt dafür, ist die Situation der Menschen in Afrika. Seit 2006 engagiert sich die 74-Jährige dort. Zuerst in Tansania, dann in Uganda. Sie brachte Frauen das Stricken, Häkeln und Nähen bei. "Wir finanzieren in die Bildung von jungen Leuten, die sonst keine Ausbildung erhalten würden", so Pfannenschmidt. Bei ihren Reisen etwa alle zwei Jahre wird ihr Blick immer wieder auf andere Probleme gelenkt. So gibt es immer mehr Aids-Kranke in Uganda. In einer Familie sei die Mutter an Aids gestorben und nun müsse die Tochter für ihre Geschwister sorgen. Auch darum nahm Ursula Pfannenschmidt ein neues Projekt in Angriff. 2011 wurde mit dem Bau eines Aids-Zentrums begonnen. Angesichts der großen Not dort freut sich die Güstrowerin über viele Spender. Für eine Spende aus Güstrow über 1000 Euro habe sie eine Wasserleitung legen lassen können. Und Ursula Pfannenschmidt nimmt immer wieder neue Ideen auf. "Es gibt dort drei Millionen Waisenkinder", beklagt sie. Darum wird derzeit ein Kindergarten errichtet, der auch Vorschüler beherbergen soll.

Nach diesem Start von Veranstaltungen im Weltladen sollen auch Vorträge in Schulen angeboten werden. "Außerdem planen wir einen Indien-Monat, weil wir viele Produkte aus diesem Land anbieten", sagt Charlotte Lüdin vom Vorstand. Im September planen die Mitarbeiter bei der "Fairen Woche" mitzumachen.

Mit 18 Mitarbeitern kann der Weltladen derzeit seine Arbeit gut abdecken. "Gern können weitere Mitstreiter dazu kommen, um auch am Vormittag Öffnungszeiten ermöglichen zu können. Derzeit ist das Geschäft auf dem Güstrower Markt Montag bis Freitag von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

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