zur Navigation springen

Sorge um Kinder : Pädophiler in Südstadt? Experte gibt wichtige Eltern-Tipps

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nach unserem Beitrag „Pädophiler in Güstrower Südstadt unterwegs?“ reagierte der Güstrower Thomas Daniels (50), der seit zwölf Jahren Sicherheitskurse für Kinder in Schulen und Kindergärten anbietet, sofort und gibt wichtige Tipps für Eltern.

svz.de von
erstellt am 30.Jan.2014 | 12:58 Uhr

Gestern berichtete unsere Zeitung „Pädophiler in Güstrower Südstadt unterwegs?“ Ein Mann soll vor der Inselseeschule Kinder angesprochen haben, wollte sie in sein Haus locken. Eltern und Polizei sind alarmiert. Der Güstrower Thomas Daniels (50), der seit zwölf Jahren Sicherheitskurse für Kinder in Schulen und Kindergärten in Güstrow anbietet, reagierte sofort und meldete sich bei der SVZ. Sein Ratschlag in solch gefährlichen Fällen: „Eltern müssen mit ihren Kindern unbedingt klare Regeln aufstellen.“

Thomas Daniels: „Zuerst ist es wichtig, dass Kinder sich nur mit Leuten unterhalten dürfen, wenn die Eltern es eindeutig erlaubt haben. Man kann einem Menschen nicht ansehen, dass er pädophil ist. Auch nette Menschen können Kindern schaden.“ Kinder sollten Erwachsene zudem immer mit „Sie“ anreden. „Wenn das Umstehende mitbekommen, merken sie gleich, dass die beiden nicht zusammengehören. Außenstehende greifen dann eher ein“, erklärt Daniels. „Das erzähle ich auch immer meinen Kita-Kindern.“ Der Erwachsene sei nicht der „Onkel“, sondern der „Herr“. Kinder sollten eine gewisse Distanz zu Erwachsenen wahren. „Sie sollen keine Angst haben, aber vorsichtig sein, wenn sie angesprochen werden“, sagt Daniels.

Auf Fragen von Fremden nach dem Namen oder dem Wohnort sollten Kinder immer laut und deutlich fragen: „Warum wollen Sie das wissen?“ Das schrecke Pädophile ab, so Daniels. Kinder könnten zudem auch wegrennen und andere Erwachsene um Hilfe bitten. „Dann sind erst einmal aus der Gefahrensituation raus.“

Einen wichtigen Punkt nennt Daniels zum Schluss: „Wir müssen die Kinder darauf hinweisen, ihren Eltern die Wahrheit zu sagen.“ Einige würden sich „Räuberpistolen“ ausdenken, um Aufmerksamkeit zu erregen. Das könne zu falschen Verdächtigungen führen. „Dennoch müssen wir Kindern auch sagen, dass es Menschen gibt, die krank im Kopf sind und gefährlich werden können“, rät Daniels.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen