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Geschäftshaus schließt Baulücke in Güstrow : Ostseesparkasse zieht an Pferdemarkt

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Die Lücke am Pferdemarkt in Güstrow wird geschlossen. Die Ospa will hier eine neue Filiale einrichten, die den Anforderungen an ein zeitgemäßes Bankgeschäft entspricht. Mit dem Einzug wird Anfang 2014 gerechnet.

svz.de von
erstellt am 20.Feb.2012 | 09:59 Uhr

Güstrow | Die Lücke am Pferdemarkt in Güstrow wird geschlossen. Die Ostseesparkasse (Ospa) will hier eine neue Filiale einrichten, die den Anforderungen an ein zeitgemäßes Bankgeschäft entspricht. Mit dem Einzug rechnet Ospa-Vorstandsvorsitzender Frank Berg Ende 2013, Anfang 2014. Über die Zukunft des Hauses am Markt ist derweil noch zu entscheiden.

Komplett ebenerdig soll es insbesondere für ältere Kunden und Rollstuhlfahrer keine Hindernisse mehr in der neuen Filiale am Pferdemarkt geben. Veranstaltungs- und Büroräume kommen in die obere Etage, selbstverständlich mit dem Fahrstuhl zu erreichen. Bis Ende März will die Warnemünder Bau GmbH den Bauantrag gestellt haben. Im September soll mit dem Bau begonnen werden. "Es wird keine supermoderne Kiste", betont der geschäftsführende Gesellschafter Harry Richert. Im Gespräch mit der Stadt habe man letztendlich ein Gebäude entwerfen lassen, das architektonisch in das Pferdemarkt-Ensemble passe. Die Ospa sei der Hauptmieter, mit weiteren Interessenten sei man im Gespräch, informiert Richert. Rund 30 Mitarbeiter werden Privat- und Geschäftskunden in der neuen Filiale zur Verfügung stehen.

Neugestaltung der Filialen im Geschäftsgebiet

Die Ospa setzt mit der neuen Filiale in der Güstrower Innenstadt ihre Strategie fort. "Es ist unsere Antwort auf den demografischen Wandel in der Gesellschaft", erklärt Berg. Erst im vergangenen Jahre waren rund 350 000 Euro in die Neugestaltung der Filialen in der Südstadt und am Distelberg geflossen. Insgesamt seien im vergangenen Jahr im gesamte Geschäftsbereich der Ospa zehn Filialen umgebaut worden. "Über fünf Jahre wollen wir 40 Filialen kundenorientiert ausrichten und nehmen dafür Millionen in die Hand. Güstrow ist dabei der dickste Brocken", betont der Ospa-Chef.

Die Filiale am Markt, in der die Ospa seit 1919 ihren Sitz hat, war nach der Wende umgebaut und saniert worden. Es gibt hier keinen barrierefreien Zugang (eine Rampe kann nur per Knopfdruck angefordert werden). Räume für Beratungsgespräche befinden sich in den oberen Etagen. Es gibt keinen Fahrstuhl, die Gewährleistung der notwendigen Diskretion im Schalterraum ist schwierig. Der Markt sei immer ein idealer Standort für eine Bank. Ein Umbau sei erwogen, aus betriebswirtschaftlichen Gründen aber verworfen worden. "Wir haben Vor- und Nachteile abgewogen und denken, dass eine freundliche, kundenorientierte Filiale am Pferdemarkt den Weg an den Rand des Stadtzentrums aufwiegt", betont Birgit Kadzewitz, Ospa-Vertriebsleiterin für den Altkreis Güstrow.

Über die Zukunft des Hauses am Markt sei derweil noch nicht entschieden. Berg spricht lediglich von einigen Prämissen, die die Ospa setze. Verkaufen wolle man beispielsweise nur in Verbindung mit einem Nutzungskonzept, das dem Bankinstitut und der Stadt am Markt sinnvoll erscheine. Denkbar sei auch weiterhin eine Nutzung durch die Ospa, eventuell als Immobilienzentrum, oder eine Vermietung. Gerüchte, dass H&M hier einziehen wolle, bestätigte Berg nicht, wohl aber, dass es bereits die eine oder andere Nachfrage gebe.

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