Eis auf den Seen verdirbt Fischern das Ostergeschäft : Ostern mit Karpfen und Forelle

<strong>Einige Hechte</strong> hatte Uwe Sierkierkowski aus Raden schon gefangen, als der See kurzzeitig offen war.<foto>Sieglinde Seidel</foto>
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Einige Hechte hatte Uwe Sierkierkowski aus Raden schon gefangen, als der See kurzzeitig offen war.Sieglinde Seidel

"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche" - noch stimmt dieses Ostergedicht von Johann Wolfgang von Goethe nicht. Die Binnengewässer in Mecklenburg-Vorpommern liegen zumeist noch unter einer dünnen Eisschicht.

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29. März 2013, 03:32 Uhr

Raden/Parum | "Vom Eise befreit sind Strom und Bäche" - noch stimmt dieses Ostergedicht von Johann Wolfgang von Goethe nicht. Die Binnengewässer in Mecklenburg-Vorpommern liegen zumeist noch unter einer dünnen Eisschicht. Das ist für die Fischer im Lande eher nachteilig. Denn bisher konnten sie noch nicht auf großen Fang gehen.

Auch bei Fischer Uwe Sierkierkowski gibt es zwar genügend Karpfen und Forellen sowie einige Hechte, doch Wildfische wie Zander oder Aal kann er nicht anbieten. Aus den zugefrorenen Seen ist noch nichts zu holen. An das vergangene Jahr kann er sich noch gut erinnern. Da habe er bereits um diese Zeit erste Wildfänge vermarkten können.

Uwe Siekierkowski arbeitet seit 1988 als Fischer in Raden und sieht die derzeitige Situation mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Die Kälte verdirbt uns einerseits schon das Geschäft, weil wir keinen Wildfang haben. Doch allgemein verkauft sich Frischfisch besser, wenn es kalt ist", weiß der 45-Jährige aus Erfahrung zu sagen.

Ganz ähnlich ist es bei Andreas Böckenheuer, der im Nebenerwerb als Fischer auf dem Parumer See tätig ist. Das traditionelle Ostergeschäft werde mehr oder weniger ausfallen. Doch der 47-Jährige kann sich gut an frühere Jahre erinnern, in denen es ähnlich war. "1994, 1995 und 1996 waren die Winter auch lang", sagt Andreas Böckenheuer. Im vergangenen Jahr sei er allerdings schon Anfang März in Aktion gewesen. Der Fischer sieht das Ganze aber auch realistisch. "So ist die Natur und wir können daran nichts ändern. Darüber brauchen wir auch nicht jammern", stellt er klar. Allerdings, so fügt er hinzu, sei das Frühjahr mit entscheidend für das gesamte Jahr. Darum hoffen wahrscheinlich alle, wie Andreas Böckenheuer, dass es bald los gehen kann mit dem Fischfang in den Seen. "Wir stehen alle in den Startlöchern und vielleicht können wir in der nächsten Woche beginnen", sagt er.

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