Ostern : Osterlämmchen und viele Ostereier

Osterlämmer: 300 Lämmchen hat Schäfermeister Rico Nöller aus Lohmen zu Ostern in seiner Herde gezählt.
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Osterlämmer: 300 Lämmchen hat Schäfermeister Rico Nöller aus Lohmen zu Ostern in seiner Herde gezählt.

Ganze Region im Osterfieber: in Güstrow wird gemalt, in Laage geschmückt und in Lohmen gehütet.

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26. März 2016, 05:00 Uhr

Ordentlich was los bei Schäfermeister Rico Nöller an Ostern. Knapp 300 Osterlämmer tummeln sich auf den Weiden rund um Lohmen. „120 Lämmer wurden jetzt frisch geboren“, sagt der zwölfmalige Landesmeister und Bundessieger 2014 im Schafehüten. „Das sind besonders viele an Ostern. Hauptlammzeit ist eigentlich im Mai“, sagt er. Insgesamt zählt die Schafherde des Gerdshageners 500 Muttertiere. Auch wenn es für Rico Nöller an Ostern viel zu tun gibt, so bereitet er sich doch schon jetzt auf das große Schafschurfest in Lohmen am letzten April-Wochenende vor. „Da geht es wieder rund“, sagt der Schäfer.


Bemalen von Eiern hat lange Tradition


Österlich geht es auch bei Ursula Schultz in der Güstrower Wallensteinstraße zu. Das Bemalen von Ostereiern ist ihre Passion. Inzwischen hat die 74-Jährige mehr als 3000 Eier für Ostern künstlerisch gestaltet. Malte sie am Anfang Ornamente oder Landschaften mit Hasen und Rehen auf die Eier, so entdeckte sie bald Blumen, Figuren oder mit Dom, Pfarrkirche und Schloss Güstrower Wahrzeichen als dankbare Motive. „Wenn ich den Pinsel ansetze und den ersten Strich ausführe, kommen die Ideen wie von selbst“, sagt sie.

Ursula Schultz weiß, dass das Bemalen von Ostereiern eine lange Tradition hat. In der christlichen Theologie spielt das Ei als Symbol für die Auferstehung eine besondere Rolle in der Osterzeit. Aber auch lange vor Christi wurden geschmückte Eier verwendet. „Manche Menschen bewahren heute noch auf dem Dachboden ein Ei auf, damit es das Haus vor Unwetter oder Feuer schützt“, erzählt Ursula Schultz.


800 bunte Eier im Jubiläumsjahr


Das Osterfrühstück geriet Gründonnerstag in der Kita „Kinderland“ in Laage fast zur Nebensache. Schnell, ganz schnell wollten die Kinder mit ihren 800 bunten Eiern auf den Markt. Dicht gedrängt standen sie dort um das österliche Strauchwerk, um ihre Eier anzuhängen. Schnell hatte sich eine lange Schlange vor einer kleinen Trittleiter gebildet. Jeder wollte hoch hinauf steigen und für sein Ei einen besonders schönen Platz am Strauch aussuchen. „Schon beim Bemalen hatten die Kinder so viel Spaß. Selbst die Dreijährigen machten mit“, berichtet Kita-Leiterin Marita Osterloh. „Ist das eine tolle Stimmung“, zeigte sich auch Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst überwältigt von so großer Freude vor dem Osterfest. Als Dankeschön übergab sie jedem Kind einen Osterhasen vom Bäcker, der nach getaner Arbeit gleich auf dem Markt verspeist wurde.

Mit 800 bunten Eiern tragen die Kinder zum vielfältigen Reigen von Veranstaltungen und Aktionen im Jubiläumsjahr der Recknitzstadt bei. „Eine tolle Idee zur 800-Jahr-Feier“, betonte Hans Lindermann, der gestern mit seiner Frau Ingrid, die den Fleiß der Kinder lobte, auf den Markt gekommen war, um dem Spektakel zuzuschauen.

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