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Ernst-Barlach-Stiftung : Ostereiersuche mit Ernst Barlach

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Museumspädagogik der Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow entwickelt immer mehr Angebote. Intensive Zusammenarbeit mit Schulen.

von
erstellt am 07.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Noch immer ist die Museumspädagogik in der Güstrower Barlachstiftung ein junges Pflänzchen. Doch seit sich Franziska Hell im Jahr 2015 dieses Pflänzchens angenommen hat, entwickelt die Barlachstiftung auf diesem Gebiet immer mehr Aktivitäten. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin und Verantwortliche für die Museumspädagogik will vor allem Kindern und Jugendlichen die Person und das Werk des berühmten Bildhauers Ernst Barlach näher bringen – ob bei der Ostereiersuche rund um die Gertrudenkapelle oder bei der intensiven Zusammenarbeit mit Güstrower Schülern.


Tradition von Marga Böhmer wiederbeleben


„Vergangenes Jahr haben wir diese Ostereiersuche erstmals gemacht und es gab regen Zuspruch“, sagt Franziska Hell. Mit diesem Angebot greift sie eine Tradition von Barlachs Lebensgefährtin Marga Böhmer auf, die in den 1950er- und 1960er-Jahren die Güstrower Kinder zur Ostereiersuche in die Gertrudenkapelle einlud. „Ich versuche diese Tradition wiederzubeleben“, sagt Franziska Hell und lädt am Sonnabend, dem 8. April, von 13.30 bis 15.30 Uhr alle Kinder ein, Osternester und Süßigkeiten zu suchen. „Wir öffnen uns als Barlachstiftung und die Kinder sollen so die Gertrudenkapelle kennenlernen“, erklärt sie.

Das ganze Jahr hindurch betreut Franziska Hell Kita-Gruppen und Schulklassen, führt sie durch die Barlachmuseen in Güstrow. Eine enge Zusammenarbeit gibt es mit dem John-Brinckman-Gymnasium. Schon letztes Jahr stellten die Schüler in der Gertrudenkapelle Kohlezeichnungen von Barlach-Skulpturen aus. „Jetzt arbeite ich mit 14 Schülern aus den 10. Klassen weiter. Wir erarbeiten Vorträge zu einzelnen Werken Barlachs, die die Schüler dann an zwei Wochenenden im Mai in der Gertrudenkapelle der Öffentlichkeit präsentieren. Es wird wie eine Führung durch die Kapelle und gleichzeitig eine Einführung in Barlachs Werk“, erklärt Franziska Hell, der die Arbeit mit den Jugendlichen viel Spaß macht. „Die Güstrower Schüler sollen wissen, wer Barlach ist. Es ist zudem spannend, wie sich die Jugendlichen mit den Arbeiten Barlachs auseinandersetzen und wie sie Feuer fangen.“

Zum Internationalen Museumstag am 21. Mai wird zudem der Preis anlässlich des 3. Barlach-Schüler-Wettbewerbs in Güstrow verliehen. Alle Schulen des Landkreises waren eingeladen, sich mit den Thema „Lauschen“ in allen künstlerischen Varianten auseinanderzusetzen. In der Kreativwerkstatt der Stiftung am Heidberg wird gleichzeitig eine Ausstellung der eingereichten Arbeiten eröffnet.


Workshops in Kreativwerkstatt


In dieser Kreativwerkstatt bietet auch der Güstrower Künstler Henning Spitzer in diesem Jahr wieder Workshops an. Am 14. und 15. Oktober geht es um „Figürliches Zeichnen“. Schon am 18./19. März und dann wieder am 18./19. November gibt Spitzer Wochenend-Seminare zur Pastellmalerei. Und in der Sommerakademie vom 28. August bis 1. September heißt es „Erlebnis Farbe“.

Neben der Museumspädagogik kuratiert Franziska Hell gerade ihre erste große Ausstellung in der Barlachstiftung, die am 9. Juli in Güstrow eröffnet wird. „Es geschieht enorm viel Unfug mit Photos – Ernst Barlach und seine Fotografen“ lautet der Titel. „Ein spannendes Thema“, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin. Seit Sommer 2016 arbeitet sie an der Ausstellung, hat bundesweit neue Fotografien von Barlach entdeckt. „Ich will im Ausstellungskatalog erstmals alle bekannten Porträtfotografien von Barlach zusammenführen“, sagt Franziska Hell.

 

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