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Ostseesparkasse : Ospa zieht Preise für Privatgirokonten an

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ostseesparkasse will die Ertragslage für die kommenden Jahre stabilisieren

von
erstellt am 29.Jul.2015 | 04:00 Uhr

Die Ostseesparkasse (Ospa) zieht zum Ende de Jahres die Preise für Privatgirokonten im Landkreis und der Hansestadt Rostock an. Der Grundpreis für das am meisten genutzte Girokonto erhöht sich zum 1. Dezember um 2,49 Euro monatlich, von bisher 4,50 Euro auf dann 6,99 Euro. Insgesamt sind alle neun Kontenmodelle der Ospa Veränderungen unterworfen. „Damit wollen wir die Ertragslage für die kommenden Jahre stabilisieren“, sagte Karsten Pannwitt, Mitglied des Ospa-Vorstandes, gegenüber unserer Zeitung in Güstrow.

Zuletzt vor acht Jahren hat die Ospa die Preise für Privatgirokonten erhöht. Mittlerweile habe sich einiges geändert, so Pannwitt. Er verweist auf die aktuelle Niedrigzinsphase sowie „auf zahlreiche Regularien aus Brüssel, die alle bezahlt werden müssen“. „Der Regulierungsdrang in Europa erschwert unsere Arbeit“, sagt das Ospa-Vorstandsmitglied. „Wir müssen also gegensteuern.“ Pannwitt bezeichnet die angekündigte Preiserhöhung als „moderaten Schritt“.

Karsten Pannwitt verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass das Online-Konto der Ospa auch zukünftig gratis bleiben wird. Auch die Angebote für Kinder und junge Erwachsene gebe es weiter zum Null-Tarif. 40 Prozent der insgesamt 180 000 Konten der Ospa im Landkreis und der Hansestadt Rostock seien Online-Konten bzw. Jugendgirokonten und damit von der Preiserhöhung nicht betroffen.

Zugleich tritt Pannwitt Gerüchten entgegen, die Ospa plane Einschnitte in der Personal- und/oder Filialstruktur. Auch sei der vor kurzem erfolgte, kostspielige Umbau der Güstrower Filiale nicht der Grund für die Preiserhöhung. Derzeit gibt es 40 Filialen der Ospa in Rostock und im Landkreis. „Das soll auch so bleiben“, sagt Pannwitt. In den vergangenen Monaten wurden vier Filialen umgebaut und modernisiert. Aktuell baut die Ospa neue Niederlassungen in Satow und Bad Doberan. Zudem arbeiten rund 700 Mitarbeiter für die Ospa. „Die wollen wir auch weiter in der ganzen Region beschäftigen. Wir werden uns nicht aus der Fläche zurückziehen“, sagt er.

Weitere Einsparpotenziale sieht Pannwitt hingegen an den Kontoauszugsdruckern. Ab dem fünften Ausdruck pro Monat sollen die Kontoauszüge künftig 50 Cent kosten. „Damit wollen wir die Kunden dazu bewegen, ein elektronisches Postfach anzulegen“, sagt er. Oft würden zerknüllte Auszüge in den Foyers herumliegen. Er hofft auf eine Änderung des Nutzungsverhaltens.

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