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„Kunst und Umwelt“ : Origami-Boot auf Schlossgraben

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Mit einer außergewöhnlichen Performance auf dem Schlossgraben läutete Künstlerin Susanne Damm aus München gestern die neue Ausstellung „Kunst und Umwelt“ in der Güstrower Wollhalle ein.

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erstellt am 12.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Mit ihrer ganzen Körperkraft stemmt sich Susanne Damm auf das sperrige Material. „Da kommt man schon ins Schwitzen“, sagt die 45-jährige aus München. Zur Eröffnung der Ausstellung „Kunst und Umwelt“ unter dem Motto „Auswege“ in der Städtischen Galerie Wollhalle Güstrow bot die Designerin und Objektkünstlerin gestern vor dem Schloss eine besondere Performance: Aus gebrauchtem PVC faltete sie mit Origami-Technik ein Sampan, in kleines Boot, mit dem sie dann erfolgreich auf dem Schlossgraben „in See stach“.

Auch in der Wollhalle ist Susanne Damms Rauminstallation „Sampan“ zu sehen. Das Gesamtkunstwerk besteht aus einer filmischen Dokumentation des Bootfaltens, der Performance und schließlich der Installation selbst. „Es ist eine neue Arbeit, die ich extra für die Ausstellung in Güstrow entwickelt habe“, sagt die Künstlerin. „Ich benutze nur gebrauchtes, weggeworfenes Material, um Ressourcen zu schonen“, unterstreicht sie auch den Sinn von „Kunst und Umwelt“. Das PVC hat sie aus dem Boden ihres Ateliers geschnitten. „Das sieht jetzt zwar verwüstet aus, aber es kommen auch interessante Muster im Betonboden zu Vorschein“, hat Susanne Damm festgestellt.

Malerei und Grafik, Rauminstallationen, Skulpturen, Fotografien und Zeichnungen – die 17. Ausstellung „Kunst und Umwelt“ in Güstrow bietet Vielfältiges. 18 Künstler aus neun Bundesländern sind vertreten. Einer von ihnen erhält zur Finissage am 6. Juli den von den Stadtwerken Güstrow geförderte Kunstpreis „Ökologie“ – dotiert mit 2000 Euro. „Die künstlerischen Ausdrucksformen der gezeigten Arbeiten sind äußerst vielseitig. Sie alle eint aber das diesjährige Motto: ,Auswege’“, sagt Iris Brüdgam von der Wollhalle. Die Städtische Galerie Wollhalle lädt bis zum 6. Juli täglich von 11 bis 17 Uhr zum Besuch der Ausstellung ein.


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