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Güstrower Anzeiger

11. Dezember 2017 | 08:23 Uhr

Dom Güstrow : Orgel vor Jubiläum fein machen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Domgemeinde bittet um Spenden für Reinigung und Restaurierung. Weitere Vorhaben: Gewölbe sanieren und Westeingang gestalten.

von
erstellt am 03.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Zu ihrem Jubiläum 2018/19 soll die große Lütkemüller-Orgel im Güstrower Dom wieder tipptopp in Ordnung sein. Rund 80 000 Euro sind für die Reinigung und Restaurierung des Instruments veranschlagt. Zu je einem Drittel teilen sich die Kosten der Kirchenkreis Mecklenburg, die Landesdenkmalpflege und die Domgemeinde. Um 26 500 Euro aufbringen zu können, bitten Pastor Christian Höser und Organist Martin Ohse die Güstrower um Unterstützung. „Mit vielen Konzerten ist der Dom Teil des kulturellen Lebens in Güstrow“, betont Höser und fügt hinzu: „Wir sind dankbar für jede Spende“.

Die während der neugotischen Domrenovierung 1868/69 von Friedrich Hermann Lütkemüller erbaute Orgel war 1989 „gründlich und wegweisend restauriert worden“, betont Kantor Marin Ohse. Nach 30 Jahren sei eine Reinigung wieder an der Reihe. Doch die Orgel werde viel gespielt und habe trotz Abdeckung während der umfassenden Sanierung des Domes zwischen 2002 und 2012 Staub und Schmutz schlucken müssen. Viel schlimmer aber sei, dass es vom Gewölbe in die Orgel rieselt. „Die Orgel ist verstimmt. Manche Pfeifen sind ganz verstummt, andere lassen sich nur noch schwer stimmen“, erklärt der Kantor das Problem. Insbesondere kleine Pfeifen würde der herab rieselnde Putz schnell verstopfen.

Dabei ist die Orgel nur das eine, wenn auch der Dreh- und Angelpunkt eines weitergehenden Vorhabens. So bietet sich mit dem Abtragen des gesamten Pfeifenwerks zur Reinigung und Restaurierung (rund 2300 Pfeifen) die Chance, das Gewölbe darüber zu sanieren. Dieses sei nicht so schadlos, wie auf den ersten Blick anzunehmen. Risse müssten geschlossen und statische Probleme behoben werden, erklärt Ohse. Danach soll auch der Bereich unter dem Orgelprospekt so umgestaltet werden, dass Besucher künftig den Dom – so wie es sich für einen gotischen Kirchenbau gehört – an dessen Westseite betreten. Mit dem Blick auf die Hauptachse würde der Besucher dann einen ganz anderen Eindruck bekommen, die Architektur ganz anders wahrnehmen, denkt Pastor Höser. Dazu müsste am Westeingang eine Stufe verschwinden und ein gläserner Windfang eingebaut werden. Mit einem neuen Lichtkonzept würde der jetzt dunkelste Bereich im Dom deutlich aufgewertet werden. Während die Vorhaben Orgel und Gewölbe untrennbar miteinander verbunden sind, wären auch die Umgestaltung des Eingangsbereiches in einem Ritt zu favorisieren. Dann könnte zum 150-jährigen Orgeljubiläum alles fertig sein, betont Höser. Allerdings hänge man was die Fördermittel anbelangt „noch in der Warteschleife“. Es geht um Baukosten von rund 200 000 Euro. Auf den Baulisten des Kirchenkreises Mecklenburg seien die Vorhaben Orgel, Gewölbe und Westeingang bereits bestätigt, auf andere Zusagen warte man, so Höser.

Spenden für die Domorgel

Für die Reinigung und Restaurierung der Orgel bittet die Domgemeinde um Spenden auf das Konto der Domgemeinde, IBAN: DE53 14061308

0000005517, Bic: GENODEF1GUE, Stichwort/Verwendungszweck: Orgel

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