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Weisser Ring Güstrow : Opfer stehen nicht allein da

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Weißer Ring hilft Opfern von Gewalttaten. Ortsgruppe Güstrow auf der Ehrenamtmesse am 18. März in Barlachstadt.

von
erstellt am 27.Feb.2017 | 21:00 Uhr

„Nach dem Gespräch ist mir schon ein bisschen leichter.“ Diesen Satz hört Siegmar Krüger (62) immer wieder, wenn er als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Weißen Ringes mit Opfern von Verbrechen und Gewalttaten zu tun hat. Die Opferhilfsorganisation sei nicht unbekannt, aber doch noch zu wenig in den Köpfen der Menschen, denkt Siegmar Krüger. Auch deshalb werden die Mitstreiter des Weißen Ringes, Ortsgruppe Güstrow, auf der Ehrenamtmesse am 18. März, 10 bis 15 Uhr im Kreishaus, ihre Arbeit vorstellen und auf die Hilfen, die der Weiße Ring gewähren kann, aufmerksam machen.

„Wir wollen sichtbar sein, mit anderen Vereinen sprechen“, betont Siegmar Krüger und erklärt, dass es Netzwerke für Hilfesuchende gibt, der Weiße Ring dabei aber manchmal vergessen werde. „Wir haben kein Büro in der Stadt, dass wir darüber präsent wären“, fügt der 62-Jährige hinzu. Immer wieder sei der Weiße Ring gefragt, werde aber nicht überrannt. „Eigentlich ist es gut, wenn wir wenig zu tun haben“, stellt Siegmar Krüger fest und weiß doch, dass die Realität eine andere ist.

Aus seiner Erfahrung mit vielen Fällen, weiß er, dass das Finanzielle oft wichtig ist. Aber auch das Gespräch und die Begleitung seien von großem Wert. „Wir können die Welt nicht verändern, aber wir können den Opfern zur Seite stehen“, betont Siegmar Krüger. Den Hilfesuchenden zuhören und sie begleiten und zu ermutigen, ihren eigenen Weg zu finden, das sei das Anliegen der ehrenamtlichen Helfer. Der Weiße Ring finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Damit sei es möglich Gutscheine für eine rechtliche Erstberatung oder für psychotherapeutische Konsultationen zu vergeben. In besonderen Notfällen könnte auch finanziell unterstützt werden, z.B. wenn ein Umzug notwendig ist. Es bestehe auch die Möglichkeit einer fremdsprachlichen Betreuung. „Wir können keine juristische Beratung ersetzen und keine amtlichen Entscheidungen herbeiführen“, sagt Siegmar Krüger, der schon viele Jahre zur Ortsgruppe Güstrow gehört. „Mir geht es gut, anderen nicht. Ich habe in der SVZ vom Weißen Ring gelesen und mir gedacht, hier kannst du helfen“, erklärt der 62-Jährige sein Engagement. Ähnlich äußert sich auch Wolfgang Knabe (65). Er ist erst am Anfang. „Ich gehe demnächst zur Erstausbildung“, berichtet der Teterower. Ein System von Aus- und Weiterbildungen, die der Weiße Ring seinen Mitstreitern anbietet, sei sehr hilfreich. Ansprechpartner des Weißen Ringes gebe es in Güstrow, Bützow und Teterow. Weitere Mitstreiter seien willkommen, betont Siegmar Krüger.

Opfer von Gewalttaten können die Webseite www.weisser-ring.de nutzen oder erreichen die Ortsgruppe Güstrow unter weisser-ring-guestrow@weg.de oder unter Telefon 015155164622

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