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Ein echter Hingucker : Oldtimer liebevoll gepflegt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Seit 1962 fährt der Güstrower Gustav Eggert seinen IFA F8 / Viele Reparaturen in Eigenregie

Ein echter Hingucker ist Gustav Eggerts blau-beiger IFA F8. Bereits seit 1962 ist dieser im Besitz des Güstrowers, der ihn mit viel Hingabe pflegt und repariert. Der gelernte Autoschlosser und spätere Lehrer der Agraringenieurschule in Güstrow-Bockhorst hat eigens für den Wagen eine Garage in der Schwaaner Straße gemietet. Hier kümmert er sich um das Fahrzeug, repariert fast alles selbst und lackiert den Wagen, wenn nötig. „Mein F8 ist von 1952. Er ist ganz normal angemeldet. Da er unter 1000 Kubik hat, ist es so billiger, als ihn als Oldtimer anzumelden“, sagt der 83-jährige Eggert. Hersteller war das „VEB Kraftfahrzeugwerk Audi Zwickau“, sein Erstbesitzer ist unbekannt.

Als Eggert Lehrer in Bockhorst wurde, musste er auch in den Außendienst. Also brauchte er ein Auto: „Man gab mir einen Abholschein für ein Fahrzeug. Damit fuhr ich nach Schwerin und konnte mir beim Vermittlungskontor für Maschinen- und Materialwesen ein Auto aussuchen. Meine Wahl fiel auf den F8. Er hatte zu dem Zeitpunkt einen Wert von 4799 Mark“, erzählt er. Neben der Arbeit wurde das Auto auch für Ausflüge genutzt. Einige Reisen ins Erzgebirge, in den Harz und nach Polen und in die Tschechoslowakei überstand der Wagen unbeschadet. „Der Wagen fuhr immer gut, nur bergauf tat er sich manchmal schwer.“ Bei knapp 20 PS kein Wunder. Das Cabriolet hat einen Zweitakt-Ottomotor und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h. Seit 1952 ist das Fahrzeug knapp 94 000 Kilometer gefahren. Nicht viel für 62 Jahre auf der Straße.

Der Rentner hatte sein Leben lang mit Technik zu tun. Daher übernahm er fast alle Arbeiten an dem Fahrzeug selbst. „Ich habe den F8 1991 stillgelegt und in meiner Garage aufgebockt. Ich habe ihn gepflegt und immer mal laufen lassen. Schließlich habe ich ihn wieder komplett flott gemacht und 1997 als Oldtimer angemeldet. 1998/99 bekam er ein neues Verdeck“, erzählt Eggert. „Das kostete 4000 DM und damit einiges mehr als das davor, das gerade mal 400 Mark gekostet hatte.“

Heute fährt der 83-Jährige noch oft zu Oldtimertreffen. Hier kann er den sehr gut erhaltenen Wagen präsentieren – ein beliebtes Fotomotiv.

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