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Bester Vorleser : Ohne „Zitterbacke“ nach Berlin

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der zwölfjährige Luis Omer Dzananovic aus Gutow hat den Vorlesewettbewerb des Landes gewonnen und fährt zum Bundesfinale

Eine Reise von Gutow nach Berlin wird der zwölfjährige Luis Omer Dzananovic am 30. Juni unternehmen. In der Hauptstadt wartet eine große Herausforderung auf den Jungen: die Teilnahme am Finale des 55. Bundesvorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Schirmherr dieser Veranstaltung ist Bundespräsident Joachim Gauck. Luis wird das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern vertreten.

Den Finalplatz hatte sich Luis Omer, der die Regionale Schule Zehna besucht, durch einen Sieg im Landesfinale erkämpft. Unter 15 Mitbewerbern überzeugten seine beiden Vorträge die Jury. Wie beim Sieg im Kreisausscheid in Güstrow hatte sich Luis auch beim Wettbewerb in Schwerin entschieden, eine Stelle aus Gerhard Holtz-Baumerts Klassiker „Alfons Zitterbacke“ vorzulesen. Hinzu kam der unbekannte Text, den der Sechstklässler ebenfalls meisterte, aber da noch Reserven sah. In der Schule war die Freude groß. Klassenlehrerin Andrea Reich und viele seiner Mitschüler gratulierten und wünschen ihm für Berlin alles Gute.

Inzwischen laufen die Vorbereitungen für das Bundesfinale. Oft liest Luis Omer seinen Großeltern Heidemarie und Klaus Wohlgemuth vor und diskutiert mit ihnen, was noch besser zu machen ist. Der Zwölfjährige ist ein Bücher-Fan, der gern in der Ich-Form geschriebene Tagebücher liest. „Aber ich zeichne auch sehr gern Comics“, nennt er ein zweites Hobby. Lesen, zeichnen – ein Stubenhocker ist Luis deshalb noch lange nicht. „Ich bin sehr gern in der Natur, gehe Angeln oder beobachte Tiere“, zählt er weitere Vorlieben auf.

Beim Bundesfinale muss der Gutower aber auf seinen geliebten „Zitterbacke“ verzichten. „Ich darf mir aus einem Angebot der neuesten Jugendbücher vier Titel aussuchen, von denen per Los bestimmt wird, aus welchem Buch ich vorlese“, erklärt er die von den Ausscheiden abweichenden Regeln. Der Wettbewerb wird am 2. Juli sein. Vorher ist für alle Finalisten ein kleines Berlin-Programm vorgesehen; Zeit zum individuellen Üben bleibt ebenfalls. Angesagt hat sich auch das regionale Fernsehprogramm RBB, das von dem Wettbewerb berichten wird. „Ich bin schon total gespannt und freue mich auf das Finale“, beteuert der Junge.


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