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Güstrower Anzeiger

21. November 2017 | 05:44 Uhr

Wildpark Güstrow : Ohne erhobenen Zeigefinger

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Autorin Monika Finsterbusch erhält 9. Umweltpreis der Kinder- und Jugendliteratur des Güstrower Wildparks für „Pipa Lupina“.

von
erstellt am 05.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Großer Festakt gestern Abend im Güstrower Wildpark. Für ihr Bilderbuch „Pipa Lupina – Wohin mit dem Krimskrams?“ wurden Monika Finsterbusch und ihr Ehemann Burkhard Nuppeney mit dem 9. Umweltpreis für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet. Der inzwischen bundesweit renommierte Preis wird alle zwei Jahre durch den Güstrower Wildpark verliehen und ist mit 5000 Euro dotiert. „Es ist der erste Preis überhaupt für eines meiner Bücher. Ich freue mich riesig“, sagte Monika Finsterbusch, die durch die Bücher rund um Prinzessin Lillifee berühmt wurde.

„Das Ergebnis der Jury war eindeutig, vor allem auf Seiten der Schüler war ,Pipa Lupina’ der Spitzenreiter“, sagte Wildpark-Leiter Klaus Tuscher. In der Jury hatten neben Erwachsenen auch Schüler der Ecolea Güstrow, des John-Brinckman-Gymnasiums sowie des Gymnasiums Teterow gesessen. Davon ist Monika Finsterbusch, die gestern ohne ihren Mann nach Güstrow gekommen war, besonders begeistert. „Kinder in den gesamten Entscheidungsprozess mit einzubinden ist toll. Bei meiner Arbeit interessieren mich ja vor allem die Kinder“, so die Autoin, die in der Schweiz lebt.

Ihr prämiertes Bilderbuch-Abenteuer ist ein Plädoyer gegen die Wegwerfgesellschaft. Es greift die Probleme rund um die Vermüllung auf und zeigt, dass hinter vermeintlichem Plunder manchmal wahre Schätze stecken – ein ernstes Thema kindgerecht verpackt. „Ich habe den Anspruch, komplexe Themen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit Vergnügen darzustellen“, sagt Monika Finsterbusch, die bereits angekündigt hat, ihr Preisgeld für die Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen zu spenden.

Umweltminister und Schirmherr der Veranstaltung Till Backhaus unterstrich beim gestrigen Festakt die Einmaligkeit des in Güstrow verliehenen Preises. „So etwas gibt es sonst nirgendwo in Deutschland“, so der Minister. Bilderbücher standen in diesem Jahr im Fokus des Umweltpreises der Kinder- und Jugendliteratur. 20 Verlage mit 51 Bilderbüchern hatten sich beteiligt. Der Umweltpreis zeichnet Bücher aus, die einen herausragenden Beitrag zur Entwicklung eines verantwortungsbewussten Natur- und Umweltverhaltens bei Kindern und Jugendlichen leisten.

Im Rahmen des Umweltpreises lädt der Wildpark heute um 10 Uhr zu einer Lesung mit dem gestrigen Laudator und Autor Marko Simsa und seinem Buch „Das Zookonzert“ in die Wollhalle ein – eine vergnügliche Stunde mit viel Musik für mehr als 80 geladene Güstrower Kindergarten-Kinder. Diese Veranstaltung ist nicht öffentlich.

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