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Güstrow : Ohne Blasen an Füßen Stadt erkunden

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Neues Angebot: Der Güstrower Tourismusverein und die Omnibusverkehrsgesellschaft bieten ab jetzt die Stadtrundfahrten mit einem Kleinbus an.

svz.de von
erstellt am 01.Apr.2012 | 06:44 Uhr

Güstrow | "Wir sind richtige Glückspilze", freute sich Dagmar Hacke mit ihrem Mann Horst. Das Paar aus Sachsen-Anhalt war gerade auf dem Weg zum Güstrower Schloss als ein heftiger Graupelschauer niederging. Vor der Güstrow-Information sahen die beiden einen Kleinbus mit der Aufschrift "Stadtrundfahrt" -und stiegen ein.

Dabei waren die Kurzurlauber in die Jungfernfahrt des neusten Angebotes des Güstrower Tourismusvereins geraten. "In Zusammenarbeit mit der Omnibusverkehrsgesellschaft bieten wir ab sofort geführte Stadtrundfahrten an. Die Nachfrage, Güstrow großflächig zu erkunden, hat uns zu diesem Schritt bewogen. Wir konnten auch schon die ersten Buchungen von Reisegruppen, Feiergesellschaften und Firmen registrieren", informiert Vorsitzende Anett Zimmermann.

Die erste Tour, zu der Stadtvertreter und Partner des Vereins eingeladen waren, hatten Fred Nowak am Steuer und Stadtführer Hans Körner am Mikrofon übernommen. Vom Franz-Parr-Platz ging es durch die Domstraße zum Markt, wo der gemütlich dahin zuckelnde Bus mit 17 Plätzen den ersten Halt einlegte. Hans Körner erklärte die Besonderheiten des von Kufahl umgebauten Rathauses, zeigte das Quartier, das August der Starke während der Friedensverhandlungen zum Nordischen Krieg an der Ecke Gleviner Straße/Hollstraße bezogen hatte und verwies auf das gegenüber liegende Jugendstilhaus. Weiter ging die Fahrt durch die Lange und Plauer Straße hin zum Atelierhaus von Ernst Barlach. "Zu Fuß ist das Atelierhaus während der Stadtführung ja nicht zu erreichen, aber viele Touristen möchten es doch wenigstens gesehen haben", sagt Körner, der während der Fahrt Gelegenheit hat, einiges zur Geschichte der Stadt zu erzählen. Wer will, kann sich bei Barlach länger umsehen, muss dann aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück fahren. Denn der Kleinbus setzt seine Fahrt fort, nähert sich dem Schloss von seiner Schokoladenseite, umrundet den Domplatz und windet sich durch die engen Gassen der Kreisstadt. Nach einer Stunde ist die Fahrt auf dem Franz-Parr-Platz beendet. "Ich habe einiges Neues über Güstrow erfahren", sagt Fred Nowak, der in Zernin wohnt und schon seit 20 Jahren Busse durch die Barlachstadt fährt. Auch Dagmar und Horst Hacke steigen zufrieden aus. "Wir haben jetzt einen Überblick, was wir uns genauer ansehen wollen", sagt Horst Hacke. Auf Schloss, Dom und Gertrudenkapelle waren sie jetzt neugierig.

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