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Krakower feiern drei Tage an Seepromenade : Ohne Aalrad kein Fischerfest

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Wenn der 75-jährige Alfred Skodlerak und sein Kollege Kurt Speckin (73) wieder ihr Aalrad drehen, wissen Einheimische und Gäste, was die Stunde geschlagen hat: es ist wieder Fischerfest in Krakow am See.

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erstellt am 19.Aug.2012 | 05:32 Uhr

Krakow am See | Wenn der 75-jährige Alfred Skodlerak und sein Kollege Kurt Speckin (73) wieder ihr Aalrad drehen, wissen Einheimische und Gäste, was die Stunde geschlagen hat: es ist wieder Fischerfest in Krakow am See. Am Wochenende war es bereits das 31. Und Skodlerak und Speckin drehten und drehten ihr zur Krakower Tradition gewordenes Glücksrad. "Der Andrang ist ungebrochen", freut sich Speckin, der seit 15 Jahren beim Fischerfest am Aalrad steht. Bei Skodlerak sind es sogar schon 20 Jahre. Bereits Sonnabendmittag waren die 50 Aale, 70 Forellen und 50 Brote komplett weg.

Doch das Aalrad ist nicht die einzige Tradition, die auf dem Fischerfest gepflegt wird. In den letzten Jahren allerdings etwas eingeschlafen war die Neptuntaufe. Doch unter der Obhut des Rudersportvereins Krakow am See wurde die Taufe Sonnabend wieder zu einem Ereignis. "Wirklich toll, wie die Ruderer das aufgezogen haben", sagt Jens Wiese, Geschäftsführer der Wokra und der Tourismus GmbH im Luftkurort. Er musste bei der Neptuntaufe selbst dran glauben, landete im Krakower See. Doch die Rudersportler legten noch einen drauf: sie entschieden auch das Drachenbootrennen für sich und landeten vor der Belliner Jugend und den Belliner Karpen auf dem ersten Platz. Traditioneller Höhepunkt am Abend war dann die große Korsofahrt mit 17 Teilnehmern. Die Einzelwertung holte sich die Krakower Familie Brandenburg. Ihr selbst gebauter schwimmender Drachen konnte nicht nur die Flügel bewegen, sondern spie auch Feuer. Die Mannschaftswertung ging an den Krakower Karneval Club, der unter dem Motto "Winterspaß" eine schwimmende Skischanze konstruierte.

Auch die Binnenfischerei GmbH (Bimes) brachte sich erneut beim Fest ein und demonstrierte die traditionelle und moderne Zugnetzfischerei. Bimes-Chef Guido Thies ist mit dem bisherigen Jahresergebnis und dem Fischbestand im Krakower zufrieden. "Es lohnt sich, hier weiter zu fischen", sagte er.

Annerose Wendt vom Kulturverein und Silvia Meyer von der Tourist-Info rührten an ihrem Stand ordentlich die Werbetrommel für Krakow am See als Touristenziel. Sie zeigten sich ebenso wie Jens Wiese und Dominique Kosziow, die das Fischerfest erstmals als Kulturbeauftragte der Stadt organisierte, sehr zufrieden mit der Resonanz. "Es war wirklich toll. Alles ist reibungslos abgelaufen und wir konnten 8000 bis 10 000 Gäste begrüßen", so Dominique Kosziow gestern.

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