zur Navigation springen

Güstrow : Offenes Ohr für Probleme der Bewohner

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Neuer Heimbeirat in der Wohnstätte der Lebenshilfe auf dem Güstrower Distelberg gewählt.

Astrid Uecker (59), Christian Haubitz (37) und Dany Marczynke (35) in der Wohnstätte der Lebenshilfe Güstrow im Ebereschenweg auf dem Distelberg haben völlig neue Aufgaben dazu bekommen. Sie wurden in den neuen Heimbeirat der Einrichtung gewählt. Das gibt ihnen die Möglichkeit, selbst mitzubestimmen, wenn es beispielsweise um Freizeitangebote geht. 27 Frauen und Männer mit einem Handicap wohnen in dem Haus. Ein Höchstmaß an Privatsphäre hat dort hohen Stellenwert.

„Wir haben einmal im Monat eine Sitzung mit der Leitung und sprechen darüber, was im Haus los ist“, sagt Astrid Uecker, Vorsitzende des Gremiums. „Wer ein Problem hat, der kommt zu uns“, erzählt sie. Der Heimbeirat wird auch involviert, wenn Urlaubsfahrten oder Ausflüge geplant sind. Die gewählten Mitglieder bringen in Erfahrung, wo die Interessen der Bewohner liegen. In dieser Woche besuchten sie in Hamburg das Musical „Aladdin“. Als nächstes steht eine Faschingsveranstaltung in Krakow am See auf dem Plan.

Um auf die neue Aufgabe im Heimbeirat einzustimmen, belegten die Mitglieder eine Weiterbildung in Waren/Müritz. Geplant ist außerdem, ein Büro für sie einzurichten. „Dann können sie Sprechzeiten anbieten, um die Bewohner in einem persönlich zum Gespräch anzuhören“, erklärt Nicole Dreyer (27), die seit dem 1. Dezember als stellvertretende Heimleiterin auch Begleiterin des Heimbeirates ist. Das Büro soll dann aber auch für andere Arbeiten genutzt werden.

Ein Höhepunkt in diesem Jahr wird für die Heimvertretung die Ehrenamtsmesse werden. „Sie übernehmen die öffentliche Vertretung und werden unser Haus vorstellen“, erklärt Nicole Dreyer. Am ersten Septemberwochenende wird traditionell das Sommerfest gefeiert. In diesem Jahr soll erstmals eine eigene Band auftreten.

2005 wurde das Haus der Lebenshilfe als Neubau errichtet. Es gibt ausschließlich Einzelzimmer, aber gleichzeitig viele Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen