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Güstrower Anzeiger

19. November 2017 | 17:08 Uhr

Güstrow : Öffentliches WC im „Rondell“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtvertretung will schnelle Lösung für Toilettenproblem am Bahnhof / Alternative zum „Rondell“ Dixiklos

von
erstellt am 19.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Dem Wildpinkeln am Bahnhof in Güstrow soll ein Ende gesetzt werden. Die Stadtvertreter beauftragten den Bürgermeister mit dem Pächter des Café Rondel eine Einigung darüber zu finden, dass die dortige Toilette als öffentliches WC genutzt werden kann. Sollte eine solche Vereinbarung nicht zu Stande kommen, sollen zwei Dixi-Toiletten am Bahnhof aufgestellt werden. Bis zum Ende des Jahres sei ein Vorschlag für eine dauerhafte Lösung zu erarbeiten und der Stadtvertretung vorzustellen.

Leser der SVZ hatten wiederholt darauf hingewiesen, dass für Reisende, die in Güstrow auf dem Bahnhof ankommen oder weiterreisen möchten, keine Toiletten zur Verfügung stehen. Taxifahrer, die ebenfalls an diesem öffentlichen Ort auf ein Abort angewiesen sind, berichteten von einem „Wildpinkeln“. Auf dem Bahnhofsvorplatz gibt es zwar ein Toilettenhaus. Das ist jedoch verschlossen.

Auf Antrag von CDU und SPD hatte die Stadtvertretung vom Bürgermeister eine Variantenprüfung zur Verbesserung der öffentlichen WC-Situation verlangt. Die lag zur Sitzung in der vergangenen Woche vor. Danach könnte die Stadt das Toilettenhaus der Bahn anpachten und betreiben. Allerdings konnte die Bahn noch kein konkretes Angebot machen. Eine Lösung sei frühestens in etwa drei Monaten denkbar. Als kurzfristig umsetzbar wird in der Mitteilungsvorlage des Bürgermeisters eine öffentliche Nutzung der Toilette im Café Rondel genannt. An den Betreiber sei eine Aufwandsentschädigung von 200 bis 300 Euro monatlich zu zahlen, heißt es weiter. Die Toilette sei allerdings nun in der Zeit zwischen 8 und 20 Uhr nutzbar. Ab 16 Uhr müsste der Schlüssel für das WC vom Kiosk nebenan geholt werden.

Das Aufstellen von zwei Dixi-Toiletten (standard und behindertengerecht) sei kurzfristig möglich und mit überschaubaren Kosten – 200 Euro Pacht und 400 Euro für zweimal tägliche Reinigung im Monat – realisierbar, teilt der Bürgermeister mit. Der Neubau eines Toilettengebäudes, so heißt es abschließend, sei sicher eine „sehr hochwertige Lösung“, nach Erfahrungswerten sei aber mit Kosten von rund 100 000 Euro für den Bau zu rechnen.

„Container sind mehr als nichts. Wir haben jetzt nichts“, betonte unter anderen Andreas Ohm (CDU). Eine dauerhafte Lösung aber sei das nicht, fügte er hinzu.

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