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Kultur in der Region : Odyssee, aber keine Irrfahrt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Sylvia Henschel und Silke Voss empfehlen 15 Kultur-Touren durch die Region.

Seit der griechische Dichter Homer die strapazenreiche Heimfahrt des Königs Odysseus nach dem Trojanischen Krieg schilderte, ist der Begriff „Odyssee“ zum Synonym für eine Irrfahrt geworden. Der Kulturverein Teterow legt Ende September, Anfang Oktober als Herausgeber eine Broschüre mit eben jenem Titel vor. „‚Odyssee’ will aber genau das Gegenteil bewirken. Wir empfehlen in unserer Publikation 15 Touren zu Zielen im so genannten Hinterland der Ostsee, um ein langes Herumirren von Touristen und Einheimischen zu verhindern“, erklärt Sylvia Henschel, Leiterin der Teterower Galerie am Bahnhof und gemeinsam mit der Journalistin Silke Voss Macherin des 44-seitigen Heftes. „Wir wollen damit auf trendige Cafés, familiäre Garten-Restaurants, abseits von Hauptwegen liegende Künstlerateliers und auf noch wenig bekannte Sehenswürdigkeiten in unserer einzigartigen Landschafthinweisen“, erzählt Henschel.

Als die Förderung für das Vorhaben stand, legten die beiden Damen im November 2015 los. „Wir haben bestimmt 7000 Kilometer zurückgelegt“, rechnet Sylvia Henschel vor. Besucht haben sie alle 67 in einer Karte des Künstlers Malte Breckenfeld eingetragenen Ausflugsorte, manche mehrmals. Als unverbindlichen Vorschlag unterbreiten die Autoren 15 Touren durch das mittlere Mecklenburg.

So führt eine Tour über ursprüngliche Landwege nach Wesselstorf, Polchow, Gut Dalwitz und Walkendorf. Auf einer anderen Route – Rensow, Belitz, Schwiessel, Vietschow – besteht die Möglichkeit einer Zeitreise vom Barock bis ins Gutshaus von Belitz. Zur neogotischen Kirche zu Schlieffenberg, zum verwunschenen Schloss Rossewitz, in dem Sigried Freiheit unermüdlich Führungen anbietet, bis ins Tagungs- und Genusshotel Gut Gremmelin führt eine weitere Tour. Und noch eine Empfehlung: das Tudor-Herrenhaus in Vogelsang, die Wanderung durch das Durchbruchstal der Nebel bis zur Wassermühle Kuchelmiß, ein Besuch bei den Keramiker-Geschwistern Ulrike und Sven Beseler bis hin zum klassizistischen Herrenhaus von Dersentin in der Mecklenburgischen Pampa. An allen Stationen haben die Autoren wunderbare Fotomotive gefunden, die Appetit auf die Touren machen dürften.

Zu beziehen sein wird das Heft gegen eine geringe Schutzgebühr in Tourist-Informationen und bei den in der Broschüre genannten Stationen. Wenn die Arbeit abgeschlossen sein wird, planen Sylvia Henschel und Silke Voss eine Fortsetzung zu versteckten Zielen in der Mecklenburgischen Seenplatte.

 


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