Airpark Laage : Oberaigner will voll durchstarten

Einblicke in die Produktion von Oberaigner: Minister Harry Glawe und Laages Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst (l.) sowie der Güstrower CDU-Landtagsabgeordnete Torsten Renz (r.) ließen sich von Betriebsleiter Jan Leipholz (2.v.r.) herumführen.  Fotos: Jens Griesbach
1 von 3
Einblicke in die Produktion von Oberaigner: Minister Harry Glawe und Laages Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst (l.) sowie der Güstrower CDU-Landtagsabgeordnete Torsten Renz (r.) ließen sich von Betriebsleiter Jan Leipholz (2.v.r.) herumführen. Fotos: Jens Griesbach

Produktion am Standort im Airpark Laage nimmt Fahrt auf: Wirtschaftsminister Harry Glawe besichtigt die Produktion

von
21. Juli 2015, 06:00 Uhr

Im Jahr 2012 nahm der österreichische Spezialfahrzeughersteller Oberaigner im Airpark Laage seine Produktion auf. Seitdem gab es immer wieder Gerüchte, dem Unternehmen würde es schlecht gehen. Diesen Gerüchten traten gestern die Geschäftsführer Georg und Paul Oberaigner sowie Jan Leipholz, seit September vergangenen Jahres Betriebsleiter am Standort Laage, entgegen. Zur Unterstützung hatten sie extra Wirtschaftsminister Harry Glawe eingeladen.


Startschwierigkeiten überwunden


Leipholz räumt ein, dass die Startphase des Unternehmens in Laage nicht einfach gewesen sei. Es habe gedauert, sich zu etablieren. „Aber wir sind in den vergangenen Jahren an unseren Aufgaben gewachsen. Seit einem halben Jahr gibt es eine konstante Auslastung am Standort. Jetzt ernten wir die Früchte unserer Arbeit. Das weltweite Vertriebsnetz steht“, blickt der Betriebsleiter optimistisch in die Zukunft. Oberaigner nehme Fahrt auf und wolle sich entwickeln. 50 Mitarbeiter gibt es aktuell. „Das wollen wir noch dieses Jahr aufstocken“, kündigt Leipholz an. „Zudem steigern wir die Produktivität. Die Auftragszahlen gehen nach oben.“ So solle u.a. in der zweiten Jahreshälfte die Achsfertigung für den 4x4 Sprinter von Mercedes verdoppelt werden. Auch beim Umbau von Transportern zu geländegängigen Fahrzeugen sei eine Steigerung anvisiert.

Auf Eis gelegt ist unterdessen die damals angekündigte Produktion von Flugzeugen. Wegen dieser Vision hatte Oberaigner 2010 den Standort in Flughafennähe gewählt. Man wolle sich jetzt jedoch auf das Kerngeschäft konzentrieren, so der 46-jährige Leipholz. „Das Projekt ist nicht gestorben, ruht aber, weil als nächster Entwicklungsschritt eine große Investition notwendig wäre“, sagt Georg Oberaigner.

Für 25 Millionen Euro errichtete Oberaigner im Airpark eine Betriebsstätte zur Montage und Umrüstung von Allrad-Antrieben für Transporter verschiedener Hersteller. Fünf Millionen kamen als Förderung vom Land. Minister Glawe unterstrich gestern in Laage die Wichtigkeit der Automobilzulieferbranche für MV. „Unser Land hat sich zu einer Automobilzulieferregion entwickelt. Dieser Erfolg ist in erster Linie einer Reihe von Systemproduzenten und Zulieferern zu verdanken, die sich als zuverlässiger Partner der Automobilwirtschaft etabliert haben und sich heute erfolgreich im globalen Wettbewerb behaupten“, so Glawe. Neben Oberaigner gehören dazu auch die TRW Airbag Systems GmbH in Laage sowie die Flamm Precomp GmbH in Laage.

Die im Jahre 1977 in Österreich gegründete Oberaigner-Unternehmensgruppe ist einer der führenden Spezialisten in der Entwicklung und Produktion von Automobil-Systemkomponenten. Das Leistungsangebot umfasst komplette Antriebsachsen/Antriebskomponenten, Differenzialsperren und Getriebe. Neben der Fertigung von Komponenten für die Fahrzeugindustrie werden auch Fahrzeuge montiert bzw. Umrüstungen vorgenommen. Das Unternehmen ist insbesondere auf Nischenprodukte spezialisiert. Als Partner der Daimler AG hat die Wilhelm Oberaigner GmbH den Allradantrieb für die Modelle Vito/Viano und Sprinter 4x4 entwickelt. 2009 startete die Firma mit dem Oberaigner 6x6 auf Basis des Mercedes-Benz Sprinter. Hierbei handelt es sich um eine Eigenentwicklung des Unternehmens.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen