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Freizeitbad Güstrow : „Oase“: Verzögerung programmiert

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Sanierung des Güstrower Freizeitbades schon dieses Jahr? / Kreditaufnahme durch Stadtwerke und Nachtragswirtschaftsplan

von
erstellt am 24.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Die Dynamik, die die Güstrower Stadtvertreter mit ihrem jüngsten Beschluss zur möglichst baldigen Sanierung des Freizeitbades „Oase“ in Gang gesetzt haben (SVZ berichtete), setzt die Stadtwerke Güstrow unter erheblichen Zeitdruck. Laut Beschluss müssen Geschäftsführer und Aufsichtsrat der Stadtwerke schon bis zum 27. Februar einen notwendigen Baufinanzierungskredit und einen Nachtragswirtschaftsplan bereit stellen. Dass das nicht so schnell geht, wurde auf der extra zu diesem Thema einberufenen Aufsichtsratssitzung am Sonnabend deutlich.

„Ein Kredit kann bis zum 27. Februar nicht aufgenommen werden“, so Stadtwerke-Aufsichtsratschef Jens-Hagen Schwadt gestern gegenüber unserer Zeitung. Verzögerungen sind also programmiert. „Die Kreditaufnahme erfordert in diesem Jahr einen Nachtragswirtschaftsplan der Stadtwerke, der erst durch die Stadtvertretung am 26. März beschlossen werden muss“, erklärt er. Erst dann könne auch ein Kredit aufgenommen werden. Der Geschäftsführer sei durch den Aufsichtsrat beauftragt worden, diesen Kredit aufzunehmen.

Die Stadtvertreter hatten beschlossen, dass die Barlachstadt in den Jahren 2016 bis 2018 auf eine Gewinnausschüttung der Stadtwerke Güstrow, zu denen die „Oase“ gehört, in Höhe von 1,6 Millionen Euro verzichtet, um die so frei werdenden Finanzmittel zur Finanzierung der Instandsetzung der „Oase“ einzusetzen. Da diese 1,6 Millionen Euro für den zusätzlichen Sanierungsbedarf aber jetzt noch nicht vorhanden sind, müssen die Stadtwerke zunächst einen Kredit aufnehmen.

Dieser Antrag der SPD- und CDU-Fraktionen setzt auf eine Sanierung des Freizeitbades noch in diesem Jahr. Doch dem steht Jens-Hagen Schwadt sehr skeptisch gegenüber. „Es handelt sich hier nicht um ein Buswartehäuschen, das saniert werden muss, sondern um erhebliche bauliche Veränderungen“, sagt er. Bisher gebe es zudem nur Gutachten und keinen Sanierungsplan. Dennoch: „Wir sind hart am Ball und bestrebt, die ,Oase’ so schnell wie möglich zu sanieren.“ Doch dafür müsse man zunächst einen vernünftigen Plan haben. Erst wenn dieser Plan stehe, könne es auch losgehen.

Bei einer Sanierung müsse das Freizeitbad komplett geschlossen werden, so Schwadt. Damit kommen auf die Stadtwerke zusätzliche Belastungen zu. Unterdessen bleibt die „Oase“ auch weiterhin montags und dienstags wegen Personalmangels für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen.

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