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Stadtvertretung Güstrow : „Oase“-Sanierung bis zum Herbst

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Finanzierungsvorschlag von SPD- und CDU-Fraktion: Stadt soll auf Gewinnausschüttung der Stadtwerke verzichten

von
erstellt am 11.Feb.2015 | 06:00 Uhr

1,5 Millionen Euro sind notwendig, um das Güstrower Freizeitbad „Oase“ baulich wieder instand zu setzen. Der Bau ist 14 Jahre alt. Da ist es Zeit einmal genau unters Dach und in die Becken zu schauen. Woher aber soll das Geld für die dringend notwendige Sanierung kommen? Seit Monaten wird nach Lösungswegen gesucht. Jetzt legen SPD- und CDU-Fraktion gemeinsam einen Antrag vor. Danach soll die Stadt in den Jahren 2015 bis 2017 auf eine Gewinnausschüttung durch die Stadtwerke Güstrow in Höhe von 1,6 Millionen Euro verzichten. Damit soll die Instandsetzung der „Oase“ finanziert werden. Die Güstrower Stadtvertreter werden auf ihrer morgigen Sitzung darüber entscheiden.

„Wir haben eine Lösung gefunden, die sicher nicht ganz schmerzfrei ist“, betont Gerd-Peter Bartsch von der Stadtfraktion der CDU. Vor dem Hintergrund erfreulicher Gewerbesteuereinnahmen sollte die Stadt den Verzicht auf die Gewinnausschüttung verkraften können, fügt er hinzu. Für die Sanierung technischer Anlagen stehe in Jahresscheiben Geld zur Verfügung. „Bei der technischen Sanierung machen sich gleichzeitig aber auch Instandsetzungen der baulichen Anlagen notwendig“, versucht Bartsch zu erklären. Sinnvoll sei es nun beides zu machen. Vorbereitungen zur Sanierung seien so weit vorangeschritten, dass nach einer Entscheidung umgehend begonnen werden könnte und die Arbeiten im Herbst abgeschlossen werden könnte, schaut der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende voraus.

Da die 1,6 Millionen Euro aber nicht sofort zur Verfügung stünden, müssten die Stadtwerke (Gesellschafter der FIG als Betreiber der „Oase“ ) einen Investitionskredit aufnehmen, so Bartsch. Auch darüber sollen die Stadtvertreter morgen befinden.


Bekenntnis zur „Oase“ Teil des Antrages


Neben der Lösung des aktuellen Finanzierungsproblems wollen SPD und CDU mit ihrem Antrag außerdem ein Bekenntnis der Stadtvertretung zu einem dauerhaften Betrieb der „Oase“ erreichen. Um die Zukunft des Freizeitbades zu sichern soll außerdem ein Masterplan vorgelegt werden. „Es gibt ein Basiskonzept aus dem Jahr 2011. Das soll den heutigen Verhältnissen angepasst werden“, sagt Bartsch und bemerkt nebenbei, dass ein Bad ohne Rutsche für ihn so etwas wie eine Waschmaschine ohne Schleuder sei. Bis Mitte März, so sieht es der Antrag vor, möge „ein Masterplan über kurzfristig ergebniswirksam einzuleitende Maßnahmen“, abgestimmt mit der Gesellschafterversammlung der „Oase“ und dem Aufsichtsrat der Stadtwerke als Entwurf vorliegen. „Es geht um den Fortbestand der ,Oase’. Wir müssen jetzt handeln“, betont Bartsch abschließend.

„Das Problem wird lange diskutiert. Viele reden viel darüber. Wir handeln jetzt“, betont Uwe Heinze, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender. „Es geht darum jetzt die Gesamtfinanzierung zu sicher“, fügt der hinzu. Alles weitere sei dann handwerkliche Arbeit.

Auf dem Tisch der Stadtvertreter liegt morgen auch ein veränderter Gesellschaftsvertrag der Oase Güstrow GmbH. Im Herbst vergangenen Jahres war das Papier noch von der Tagesordnung einer Hauptausschusssitzung genommen worden, weil es augenscheinlich noch Beratungsbedarf gegeben hatte.

 

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