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Für mehr Sicherheit : Nur „Paketlösung“ möglich

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ausschüsse diskutieren Schaffung einer sicheren Fußgänger-Querung auf Güstrower Eisenbahnstraße / Stadt erläutert Vorschläge

svz.de von
erstellt am 08.Jan.2015 | 05:00 Uhr

Wer in der Hauptverkehrszeit über die Güstrower Eisenbahnstraße gehen will, muss vorsichtig sein. Da die Straße breit und vor allem nachmittags das Verkehrsaufkommen stark ist, ist es schwer für Fußgänger, diese gefahrlos zu überqueren. Gibt es doch in der gesamten Straße keinen gesicherten Übergang für Passanten.

„ Das Problem steht. Vor allem auch vor dem Hintergrund der Schulwegsicherung. Denn da die Grundschule am Hasenwald in die Wossidloschule eingezogen ist, müssen mehr Kinder die Straße überqueren“, bekräftigt Jane Weber, Leiterin des Stadtplanungsamtes.

Schon im Herbst letzten Jahres hatte die SPD-Fraktion der Stadtvertretung den Antrag auf Schaffung einer gesicherten Querung für Fußgänger in der Eisenbahnstraße gestellt. Nach einer ersten Debatte im Stadtparlament wird dieses Thema nun in den Ausschüssen weiter diskutiert.

Welche Möglichkeiten es für so eine Fußgängerquerung gibt, erläuterte die Leiterin des Stadtplanungsamtes Jane Weber am Montag dem Bauausschuss.

Die letzte Verkehrszählung in der Eisenbahnstraße am 6. November 2014 habe ergeben, dass in der „Spitzenstunde“ zwischen 16 und 17 Uhr dort 930 Fahrzeuge entlang fuhren, sagt sie. Bei der Schaffung einer sicheren Fußgängerquerung aber sei „eine Menge zu berücksichtigen“, so Weber.

Eine Möglichkeit sei ein Fußgängerüberweg. Dazu aber sei das laut Gesetz erlaubte Verkehrsaufkommen in der Spitzenzeit in der Straße zu hoch. „Da staut sich dann alles an an den Gleisen.“

Eine zweite Variante wäre eine Lichtsignalanlage, sprich Ampel. „Der Abstand von dieser bis zum nächsten Knotenpunkt muss aber mindestens 200 Meter betragen. Die haben wir an keiner Stelle“, erläutert Weber. „Also scheidet eine Lichtsignalanlage aus.“

Die einzige Möglichkeit sieht sie in einer „Paketlösung“ aus Fußgängerüberweg, variablen Verkehrsinseln auf der Straße, einer leichten Versetzung der Bushaltestellen an beiden Straßenseiten und einer Begrenzung auf Tempo 30 in dem Bereich. Nur diese Kombination werde den geltenden Vorschriften gerecht und habe damit Chance auf Genehmigung, meint Jane Weber.

Doch werde diese Variante etwa 40 000 Euro kosten, hat sie überschlagen. „Und das Geld muss erstmal da sein.“ Entscheiden müsse die Stadtvertretung, betont sie.

„Jetzt sind neue Erkenntnisse auf dem Tisch. Wir werden die Unterlagen sichten und auf unserer nächsten Ausschusssitzung nochmal diskutieren“, sagt Stephan Murr (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses.

Bei der Schaffung so einer Fußgängerquerung müsse man auch schon an das künftige Projekt Stahlhof denken, fasst Hans-Georg Kleinschmidt die Debatte im Kulturausschuss zusammen. „Wir dürfen nicht zweimal Geld ausgeben“, betont er.

Das sieht auch Jane Weber so. Aus diesem Grunde schlägt sie mobile Verkehrsinseln vor, die sich auf der Straße festschrauben lassen, und die man später wieder entfernen könnte.

 

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