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Wattmannshagen : Nur Generalprobe fiel ins Wasser

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Lohn für Wattmannshagener Laienschauspieler bei Theaterstück zum 20. Brunnenfest: Beifall der Besucher und gnädiger Petrus.

von
erstellt am 24.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Sprichwörtlich und bittend „nach oben“ richtete sich Gesine Wiecherts Blick am Sonnabendabend immer wieder: Würde es trocken bleiben zum 20. Brunnenfest? Oder sollten womöglich „alle Brünnlein fließen“, wie dunkle Wolken schon drohend verkünden wollten? Bereits die Generalprobe am Donnerstag war ins Wasser gefallen, berichtete die Wattmannshagener Pastorin, und so hatten sich die 18 Akteure des kleinen Theaterstücks rasch am Sonnabendvormittag noch einmal zusammengefunden. Schließlich sollte am runden Geburtstag des Festes doch alles klappen, vier Wochen lange Proben nicht umsonst gewesen sein…

Nun, das waren sie nicht, wie der Beifall der Besucher im reich gefüllten Pfarrhof nach der knappen Stunde bekundete. Und: Während der Aufführung war es sogar trocken geblieben. „Es hatten sowieso alle Mitspieler versprochen, dass sie durchziehen wollten, sollte Regen einsetzen“, wusste Pastorin Wiechert, die mit Ann Kathrein Kaiser die Regie beim Brunnenfest führte. Und ihre Technik hatten Hubert Kaiser und Thomas Karge ohnehin unter einem schützenden Zeltdach aufgebaut.

Seit 1998, als der Brunnen auf dem Pfarrhof erneuert wurde, wird aus diesem Anlass jährlich ein Fest in Wattmannshagen gefeiert. Dabei ist es zu einer schönen Tradition geworden, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der Gemeinde ein kleines Theaterstück aufführen. Dass die von Werner Kröpelin gestalteten Kulissen diesmal in Teilen der vom vergangenen Jahr entstammten und auch viele Akteure den meisten Besuchern durchaus bekannt vorkamen, hatte freilich seinen Grund: Sie sollten zum 20. Fest erfahren, wie die voriges Jahr begonnene, nach Ehm Welk erzählte Geschichte der „Heiden und Gerechten von Kummerow“ weiterging. Dafür hatte Burkhard Wiechert wieder die textliche Vorgabe erarbeitet.

Mit dem Theaterspiel für Kinder und Erwachsene war das Brunnenfest freilich nicht zu Ende. Doch wenn jetzt ein paar Tröpfchen herunter kamen, störte das nicht mehr so sehr. Schließlich wartete nun eine reich gedeckte Tafel mit Köstlichkeiten aus Wattmannshagener Gärten und Küchen in der Pfarrscheune. Auch eine schöne Tradition, dass die Brunnfestbesucher reich gefüllte Schüsseln, Töpfe und Pfannen mitbringen und so für ihr leibliches Wohl weitgehend selbst sorgen.

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