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Flüchtlingskrise : Notaufnahme Mühlengeez bis Weihnachten Geschichte

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Letzter Treff für die Helfer bei Weihnachtsstollen und Kaffee / Dankesworte von Minister und DRK-Chef

svz.de von
erstellt am 10.Dez.2015 | 19:20 Uhr

Noch gibt es die eisernen Tore vor dem Notaufnahmelager in Mühlengeez, doch bis Weihnachten soll auf dem Gelände des Messe- und Ausstellungszentrums (MAZ) Ausgangslage herrschen. In der Spitze 1150 Flüchtlinge waren hier im Oktober und November behelfsweise untergebracht, längst sind sie alle auf die Kommunen im Land verteilt. Bevor die letzten Funktionseinrichtungen abgebaut sind, lud der DRK-Kreisverband Güstrow, der das Notaufnahmelager betrieben hat, alle haupt- und ehrenamtlichen Helfer gestern Abend zu Kaffee und Weihnachtsstollen ein. Innenminister Lorenz Caffier wollte sein Dankeschön aussprechen – dem DRK und seinen Mitarbeitern, den Angehörigen von THW und Bundeswehr, Caterern und Wachdienst sowie den Einwohnern der Gemeinde Gülzow-Prüzen. In den großen Zelten direkt nach der Landwirtschaftsausstellung Mela eingerichtet, weil das Aufnahmelager des Landes in Horst hoffnungslos überfordert war in den ersten Wochen des Flüchtlingszustroms, erwies sich Mühlengeez als Glücksfall für das Land. „Wir haben das gut geschafft, dank unserer freiwilligen Heroes, unseren Mitarbeitern, und weil die Gemeinde von Anfang an dabei war“, resümierte DRK-Kreisgeschäftsführer Peter Struve.

Mühlengeez hatte laut Caffier die mit Abstand größte unter den in Spitzenzeit 22 Notunterkünften in Mecklenburg-Vorpommern. „Auch war es die am meisten diskutierte. Aber die Einwohner haben diesen Kraftakt unter Regie des DRK ohne Probleme gemeistert.“ Bürgermeister Karl-Heinz Kissmann bestätigte, dass das Land die Gemeinde bisher nicht auf Kosten sitzen lasse. Der Minister bekräftigte dieses Versprechen und gab schon Signal für die Mela 2016: Auch bei vielleicht wieder ansteigenden Flüchtlingszahlen könne das Land künftig wohl ohne Mühlengeez auskommen.

 

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