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Weihnachtsbäume : Nordmänner zum Selber-Schlagen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Das gibt es beim Weihnachtsbaum-Verkauf des Forstamtes Sandhof am 12. Dezember

Blau- oder Rotfichte? Douglasie oder Edeltanne? „Der traditionelle Weihnachtsbaum ist eigentlich die Fichte. Doch die verkaufen wir immer seltener“, erzählt Frank Zerbe. Und er muss es wissen, schließlich arbeitet er seit mittlerweile zwölf Jahren im Forstamt Sandhof, leitet es sogar. Immer mehr hat sich die Nordmanntanne im Laufe der Jahre zu dem Weihnachtsbaum schlechthin entwickelt. Doch warum ist das so? Vielleicht liegt es daran, dass die „Nordmänner“ wenig nadeln, einen gleichmäßigen Wuchs haben und beim Schmücken nicht unangenehm stechen. Einen Nachteil aber gibt es bei dieser Tannenart dann doch – sie sind recht teuer im Vergleich zu anderen Christbäumen. Denn die Nordmanntanne wächst ziemlich langsam, braucht Zeit, bis sie ein Weihnachtsbaum von stattlicher Figur ist. Der Preis hat sich in diesem Jahr gar nicht verändert. „Zwischen 15 und 25 Euro – je nach Größe – kostet die Nordmanntanne in diesem Jahr“, erzählt Frank Zerbe.

Um die 1000 Nordmanntannen sollen dieses Jahr verkauft werden. Dafür findet am kommenden Wochenende an drei Standorten des Forstamtes Sandhof ein Weihnachtsbaum-Verkauf statt – in Weisin, in Schlowe und in Bossow. Die Vorbereitungen laufen dafür zurzeit auf Hochtouren. Ganz frisch wurden in dieser Woche mehrere 100 Bäume im Wald bei Weisin geschlagen. „Die liefern wir nach Bossow aus. Denn dort findet unser größter Weihnachtsbaum-Verkauf statt. Das hat schon Tradition“, sagt der Forstamtsleiter. Durch den Wald führt ein Weg – am Sonnabend, dem 12. Dezember, wird ab Weisin der Verkaufsstand ausgeschildert sein. Jetzt ist der Weg nur Kennern bekannt. „Wir haben für diesen Verkaufstag Wegebau betrieben. Ein Kreisverkehr wird die Besucher wieder sicher aus dem Wald führen“, erläutert Frank Zerbe.

Zwischen 1,50 und 2 Meter sind die Nordmanntannen – größer verkauft sich schlecht, wissen die Forstleute. Drei Reviere, drei Verkaufsmärkte und alle öffnen am Sonnabend um 9 Uhr. Dann geht’s los – die Schlacht um den schönsten Weihnachtsbaum beginnt.

Selber-Schlagen auch das ist möglich. „Frischer geht dann nicht mehr“, sagt Frank Zerbe. Für den kleinen Hunger wird bei allen drei Veranstaltungen gesorgt sein. Lagerfeuer und heiße Getränke gehören zum Weihnachtsbaum-Verkauf im Forstamtsbereich Sandhof einfach dazu. Die größte Veranstaltung ist in Bossow – auf der Grenze zwischen dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und Rostock. „Hier gibt es weihnachtliche Musik, wir verkaufen auch Wildprodukte an diesem Tag.“ Wer am Sonnabend keine Zeit hat, braucht sich nicht zu grämen, denn der Verkaufsstand in Schlowe hat auch am Sonntag, dem 13. Dezember, geöffnet.

 

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