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Güstrower Anzeiger

13. Dezember 2017 | 06:32 Uhr

Interview : Noch langer Weg zum Großkreis

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Interview mit Kreistagspräsidentin Ilka Lochner-Borst zum Ende der ersten Legislaturperiode im Landkreis Rostock

Dies war die kürzeste Legislatur eines Kreistages. Gerade mal 32 Monate alt, wird das Gremium des „Landkreises Rostock“ am 25. Mai neu gewählt. Dies sah das Gesetz zur Kreisreform so vor, um die Legislatur an die Kommunalwahlen in den Gemeinden wieder anzugleichen. Was haben die gut zweieinhalb Jahre gebracht? Die SVZ sprach mit Kreis-tagspräsidentin Ilka Lochner-Borst (CDU) aus Laage.

Welche Akzente konnte der neue Kreistag nach der Kreisfusion bereits setzen oder war er mehr mit sich selbst beschäftigt?
Lochner-Borst: Der Kreistag hat sehr schnell zur Sacharbeit gefunden und war auch bei schwierigen Themen in der Lage verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Die Entscheidung zur Altfehlbetragsumlage hat dies deutlich gemacht. Allerdings sind unsere kommunalpolitischen Vertretungen auch keine Parlamente, d.h. Akzente werden hier ohnehin anders gesetzt als in Landesparlamenten oder gar im Bundestag.
Was haben Sie im neuen Kreistag bisher als angenehm empfunden?
Die Bereitschaft der meisten Mitglieder des Kreistages ehrlichen Herzens am Zusammenwachsen der Regionen und am Gelingen der Kreisgebietsreform zu arbeiten.
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit des Kreistages mit dem neuen Landrat?
Wir begegnen uns auf Augenhöhe. Der Umgang ist politisch sehr fair und vorwiegend sachorientiert.
Ist das Zusammenwachsen des neuen Großkreises gelungen oder wird das noch ein langer Weg?
Daran werden wir noch weiter arbeiten müssen. Aber das ist normal. Dort, wo Menschen zusammen kommen, muss man immer am Zusammenwachsen arbeiten.
Bei der Ausschussarbeit hapert es noch. Ist hier eine Veränderung/Verbesserung nach der Wahl angedacht?
Die Ausschüsse haben in der Tat teilweise größere Startschwierigkeiten gehabt. Das Präsidium hat hier gemeinsam mit der Verwaltung immer wieder versucht nachzusteuern. Allerdings wird hier wohl am deutlichsten wie unterschiedlich in der Vergangenheit gearbeitet wurde. Es hat sich jedoch gezeigt, dass eine Aufnahme der Ausschusssitzungen in den Sitzungsplan mit feststehenden Terminen sowohl für die ehrenamtliche Arbeit als auch für die Verwaltung eine Hilfe ist. Und bei manchen Themen wie z.B. der Haushaltsplanung ist ein Zwei-Lesungs-Prinzip eben doch nicht das schlechteste.
Wollen Sie nach der Neuwahl des Kreistages – Sie kandidieren erneut – wieder Kreistagspräsidentin sein?
Das weiß ich noch nicht.

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