zur Navigation springen

„Jugend musiziert“ : Noch keine Zeit für Lampenfieber

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

32 Schüler der Kreismusikschule Güstrow bereiten sich auf den Regionalausscheid von „Jugend musiziert“ vor.

„Ihr dürft nicht im Tempo nachlassen, müsst auf die Einsätze achten“, gibt Musiklehrer Lothar Reißenweber Hinweise, nachdem das Klarinettenquartett mit Miriam Erle, Daniel und Simon Stieger sowie Tabea Golatowski den letzten Ton zur Ouvertüre zu Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ gespielt hat. Die Vier gehören zu den 32 Schülern der Kreismusikschule Güstrow, die sich auf den Regionalausscheid zum diesjährigen bundesweiten Wettbewerb „Jugend musiziert“ vorbereiten.

Auch der bereits 54. Wettbewerb wird in drei Etappen ausgetragen. Die Besten aus dem Regionalausscheid, der für die Güstrower, Bad Doberaner und Rostocker Schüler am 28. und 29. Januar in der Hansestadt angesetzt ist, werden von einer Jury zum Landeswettbewerb delegiert. Wer dort sehr gute Leistungen und die nötigen Punkte erreicht, darf zum Bundesfinale über Pfingsten nach Paderborn fahren.


Drei Klarinetten- und ein Saxophonquartett


Kaum hat an der Musikschule ein neues Schuljahr begonnen, ist „Jugend musiziert“ ein Thema. „Die Lehrer sprechen die Schüler an, die sie für den Wettbewerb geeignet halten“, sagt Schulleiterin Ulrike Bennöhr. Wer sich für eine Teilnahme entscheidet, weiß, dass damit oft zusätzlicher Unterricht, viele Proben und ein intensiveres häusliches Üben verbunden sind. In jedem Jahr werden andere Instrumente und Ensembles ausgeschrieben. 2017 sind unter anderem Streicher-, Bläser- und Akkordeon-Ensembles gefragt. Aus Güstrow starten drei Klarinetten- und ein Saxophonquartett. „Leider haben wir kein Streicherensemble“, bedauert Bennöhr. Dazu treten Schüler als Solisten an. So Benedikt Seemann und Tilman Löper aus Güstrow und Magnus Gardinger aus Bützow am Klavier. Meta Adolphi und Sigrun Rinne bereiten sich an der Harfe vor und Hannes Machner startet im Fach Drumset Pop. Zusätzlich zum Klavier stellt sich Benedikt Seemann im Fach Gesang der Jury.

Die Schüler aus dem eingangs erwähnten Quartett sind alle keine heurigen Hasen. Mindestens zwei Einsätze bei „Jugend musiziert“ haben sie bereits hinter sich. „Am meisten Spaß macht das gemeinsame Musizieren. Da ist man nicht nur für sich, sondern auch mit für das gesamte Ensemble verantwortlich“, sagt Daniel Stieger. Der 18-Jährige hat mit der Blockflöte an der Schule begonnen und spielt seit fünf Jahren Klarinette. Nach der Rossini-Ouvertüre schlagen die vier Schüler die Noten für das Andantino von James Watersons „Grand Quartet“ auf. Anschließend üben sie das dritte Stück für den Wettbewerb, Astor Piazzollas Suite „Night Club 1960“. Zirka 20 Minuten wird das Vorspiel in Rostock dauern. „Das Lampenfieber kommt erst kurz vor dem Auftritt. Jetzt haben wir dafür noch keine Zeit“, sagt Daniel.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen