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Abitur in Güstrow : Nicht Versuchskaninchen, sondern Vorreiter

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die ersten elf Schüler der Ecolea Güstrow bekamen am Sonnabend ihre Reifezeugnisse.

svz.de von
erstellt am 02.Jul.2017 | 20:30 Uhr

Zum Schuljahresende häufen sich jetzt die Termine, an denen Abiturienten die Reifezeugnisse ausgehändigt werden. Die Feierstunde am Sonnabend im Festsaal des Güstrower Schlosses war aber eine Premiere: erstmals haben elf Schüler der Ecolea die zwölfte Klasse absolviert und die Abiturprüfung bestanden. Im Herbst 2011 war die private Schule mit zirka 70 Schülern der Klassenstufen fünf bis sieben gestartet. „Heute lernen etwa 200 Schüler in elf Klassen der Klassenstufen 5 bis 12 an der Ecolea“, sagt Schulleiter Wolfgang Rosenow.

Schulträger Sven T. Olsen würdigte in seiner Festansprache die Leistungen der Zwölftklässler. „Ihr ward die Ersten, die an dieser Schule das Abitur abgelegt haben. Manche sprachen abfällig von Versuchskaninchen, ich nenne es Vorreiter“, sagte er. Errungene Noten seien zwar oft für einen Studienplatz entscheidend, aber im Leben eigentlich zweitrangig. „Es kommt auf Wissen, Selbstvertrauen, Teamgeist und Kommunikationsfähigkeit an und das möglichst im gleichen Verhältnis“, erläuterte er das Credo der Schule. Olsen forderte die jungen Leute auf, ihre Zukunft nun selbst in die Hand zu nehmen. „Entscheidet selbst, ob ihr Zuschauer oder Gestalter eures Lebens werdet“, rief er den Absolventen zu.

In einer sehr emotionalen Rede, bei der ihr oft die Stimme versagte, bedankte sich Laura Borchert bei Eltern und Lehrern für die behüteten Jahre des Lernens. Auch sie knüpfte an die Festrede an und forderte ihre Klassenkameraden angesichts vieler Probleme in der Welt zum Handeln auf. Sie selbst plant, in Lüneburg Umweltwissenschaft zu studieren. Florian Götz wird in Hamburg ein Studium zum Maschinenbau aufnehmen. An der Ecolea habe er in einer sehr angenehmen Atmosphäre lernen können, nur manchmal sei es auch ein wenig durcheinander zugegangen. „Aber das war dann auch wieder gut für die Kreativität“, sagt er. Die Einschätzung teilt Leon König zu einhundert Prozent. Er wird nach Greifswald gehen, um Bauingenieur zu werden.

Zur Abiturfeier gab es eine weitere Premiere. Sebastian Dannehl, der mit einem Durchschnitt von 1,2 das beste Ergebnis des Jahrgangs erzielt hatte, durfte sich als erster in das Ehrenbuch der Ecolea eintragen. Der 19-Jährige wird ab Herbst nach Holland gehen und an der Technischen Universität Eindhoven das neue Studienfach Data Science belegen.




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