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Güstrower Anzeiger

24. November 2017 | 13:53 Uhr

Feuerwehr : Nicht nur Brände gelöscht

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Jahreshauptversammlung der Freiwillige Feuerwehr Güstrow: 214 Einsätze hatten die Kameraden im Jahr 2016 zu absolvieren.

svz.de von
erstellt am 27.Feb.2017 | 05:03 Uhr

Zum Brand zweier Ölkessel im Grünen Winkel, zu einem Brand in einer Turnhalle auf dem Distelberg sowie zu zahlreichen Verkehrsunfällen wurde die Freiwillige Feuerwehr Güstrow gerufen. Insgesamt 214 Mal waren die derzeit 70 Kameraden im aktiven Dienst 2016 im Einsatz. Und das nicht nur in der Barlachstadt – 30 Einsätze erfolgten außerhalb Güstrows. Auf dieses einsatzreiche Jahr schaute die Feuerwehr mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Stadtvertretung sowie zahlreichen Gästen am Sonnabend auf ihrer Jahreshauptversammlung zurück.

Stadtrat Andreas Brunotte würdigte die Arbeit der Einsatzkräfte im Dienste der Menschen. „Die Einsätze wie auch die Zahl der geleisteten Stunden sind im Vergleich zu den Vorjahren stark angestiegen“, stellt er fest. Dass die Einsätze der Feuerwehr weit über den Brandschutz hinausgehen, ist spätestens mit den zahlreichen Verkehrsunfällen und dem damit verbundenen Einsatz des starken Gerätes der Wehr bekannt.

Landesbrandmeister Hannes Möller fragt indes, ob es richtig sei, wie die Gesellschaft mit der Feuerwehr umgehe. Müsse die Feuerwehr eingesetzt werden, wenn Getreide von der Fahrbahn geräumt werden muss? Das könne doch nicht Aufgabe dieser ehrenamtlichen Kräfte sein, betont er. „Durch Rückzug von öffentlicher und staatlicher Infrastruktur werden solche Aufgaben immer häufiger Freiwilligen Feuerwehren übertragen“, fügt er an. Dabei müsse man sich im Klaren sein, dass Kameraden diesen Dienst in ihrer Freizeit tun. Die Gesellschaft dürfe die Feuerwehr fordern, aber nicht überfordern, betont Hannes Möller. Ein weiterer Aspekt beschäftige derzeit die Feuerwehr auf Landesebene: Die Gewalt gegen Einsatzkräfte. Jedem müsse klar sein, dass, wenn er jemanden in Uniform angreife, er den Staat angreife. Hannes Möller hofft, dass der Bundestag die bereits in Angriff genommene Novelle bald verabschiede.

„Güstrow zählt zu den leistungsstärksten und einsatzreichsten Wehren im Land“, betont der Landesbrandmeister. Für den Wehrleiter Markus Paschen sowie seinen Stellvertreter René Plotz und die insgesamt 122 Kameraden bedeutet das auch eine hohe Verantwortung. 14 000 Stunden wurden im Jahr 2016 geleistet, Qualifizierungen und Ausbildungszeit. 25 000 Kilometer fuhren die Kameraden, um 58 Brände zu löschen und 79 Mal technische Hilfe zu leisten. 92 Einsatzstellen gab es im Sommer wegen zu viel Wasser und zu viel Wind. „Unsere Kameraden sind täglich ein Garant für das Gemeinwohl der Barlachstadt und darüber hinaus“, merkt Markus Paschen an. Er lobte seine Mitstreiter und hob ihre gute Teamfähigkeit hervor.

Auch die Stadtvertretung stellte sich hinter die Kameraden. Besonders für das Jahr 2018 kann die Wehr diese Zusammenarbeit sicherlich gut gebrauchen, denn dann begeht sie ihr 150-jähriges Bestehen.


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