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„Ehrensache“ : „Nicht meckern, selbst etwas tun“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Ehrensache“: Roland Gayk aus Siemitz war 20 Jahre Gemeindevertreter in Mistorf

20 Jahre lang war Roland Gayk aus Siemitz als Gemeindevertreter tätig. Dieses Ehrenamt hat seinen Horizont erweitert und ihm so manchen Hintergrund erschlossen. Beispielsweise war der 51-Jährige zu Anfang dagegen, durch jedes Feld eine Straße bzw. eine Fahrbahn zu bauen. „Doch man lässt sich ja eines Besseren belehren, wenn man sieht, mit welchen Maschinen sie heute aufs Feld fahren“, sagt er heute. Der verheiratete Familienvater möchte diese Zeit als einer von acht Gemeindevertretern plus Bürgermeister in Mistorf nicht missen.

1994 ließ sich Roland Gayk für die Gemeindevertreterwahl aufstellen. Dazu musste er Unterschriften sammeln, denn einer Partei wollte er sich nicht anschließen. „Wenn, dann versuche ich es als Einzelbewerber“, sagte der gebürtige Laager. Damals wurden händeringend Leute gesucht, um sich in der Gemeinde einzubringen. Gerade mal 31 Jahre alt, wohnte Roland Gayk erst wenige Jahre in Siemitz. Dennoch schaffte er es sofort. Warum er sich hat einbringen wollen? „Damit man sieht, wie Demokratie funktioniert. Ich wollte nicht nur meckern, sondern auch selbst was tun.“

Zu Anfang habe es oft Gemeindevertretersitzung gegeben. „Wir wussten alle nicht so richtig, wie es geht“, sagt er. Inzwischen liegen 20 Jahre dazwischen, in denen einiges auch für Siemitz geschafft wurde. Für das Gemeindehaus wurde beispielsweise gekämpft und die Straße erneuert. „Siemitz ist wohl das erste Dorf mit durchgängig einheitlichem Gehweg“, sagt Gayk.

Aufgewachsen in Alt Kätwin lernte Roland Gayk im Güstrower Landmaschinenbau Maschinenbauer. Kurzzeitig arbeitete er in Rostock auf der Werft und beim Handelstransport. Noch heute ist er als Kraftfahrer unterwegs und hat das Ehrenamt als Gemeindevertreter immer zusätzlich zur Arbeit geleistet. Das wurde in den vergangenen Jahren immer schwieriger, denn hin und wieder ist er bis in die Abendstunden hinein unterwegs.

Bei der jüngsten Wahl wurde er nicht wieder gewählt. Dennoch hat Roland Gayk genügend zu tun. Neben der Arbeit pflegt er ein Hobby ganz besonders: das Skatspiel. Erst kürzlich war er mit den „Barlacher Skatbuben“ zur Deutschen Meisterschaft in Ulm und fährt heute nach Berlin. Alle zwei Wochen wird im Verein gespielt. „Derzeit spielen wir in der Regionalliga und es könnte noch klappen, dass wir in die 2. Bundesliga aufsteigen“, verrät er.

Nächstes Jahr wird Siemitz 710 Jahre alt und auch wenn er kein Gemeindevertreter ist, werden sich Roland Gayk und Ehefrau Inge engagieren, wenn hierzu ein Fest geplant wird.


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