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Restauranteröffnung : Neustart nach Brandkatastrophe

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nach schweren Schicksalsschlägen wollen die Wolgiens aus Charlottenthal ihr Steak-Haus „Brasil“ in Klein Upahl wiedereröffnen.

von
erstellt am 22.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Der Schmerz sitzt noch immer tief bei Eneida und Günther Wolgien. Erst der nächtliche Überfall, als maskierte Räuber das Ehepaar im Charlottenthaler Schloss fesselten und bedrohten, dann die verheerende Brandkatastrophe (SVZ berichtete). Im Juni 2016 wurde das Schloss ein Opfer der Flammen. Dabei wurde auch das Restaurant „Brasil“ und somit die gesamte Existenz der Wolgiens zerstört. Doch der Optimismus von Günther Wolgien ist nicht unterzukriegen. „Ich denke immer positiv“, sagt er. Nach den Schicksalsschlägen wagen die Wolgiens jetzt einen Neuanfang. Im leerstehenden Restaurant „Gutshof am See“ in Klein Upahl wollen sie ihr Steak-Haus „Brasil“ wiedereröffnen. Schon am 1. April soll es nach dem Willen von Günther Wolgien losgehen.

Täglich ist er gerade in Klein Upahl und renoviert den Gastraum und die Küche. „Dass uns das Restaurant hier angeboten wurde ist ein Glücksfall“, sagt er. Vieles ist schon vorhanden, allerdings wartet Wolgien noch auf neue Stühle und Tische sowie einen Grill. Auch die bewährte Speisekarte mit einigen Neuerungen haben er und seine Frau schon fertiggestellt. „Am liebsten würde ich sofort loslegen“, sagt er. Sein Tatendrang ist unübersehbar. „Dennoch sind wir immer noch sehr mitgenommen“, gibt er zu. „Gleichzeitig sind wir unendlich dankbar für die viele Hilfe, die wir erhalten haben. Unser Dank gilt auch besonders der Krakower Feuerwehr. Nach dem Brand haben wir neue Freunde gewonnen. Das hat uns wieder Mut gegeben.“

Noch immer hängt sein Herz am Charlottenthaler Schloss und an den Menschen des Dorfes. „Das ist meine Heimat“, sagt Günther Wolgien. Und deshalb will er die Schlossruine auch nicht aufgeben. „Verkaufen kommt nicht in Frage. Ich habe hier 18 Jahre meines Lebens investiert“, erzählt er und kann eine Träne nicht unterdrücken. „Ich will das Schloss wieder aufbauen.“ Dass er dafür viel Kraft und Hilfe benötigen wird, ist ihm bewusst.

Doch zunächst gilt seine volle Konzentration der Neueröffnung in Klein Upahl. „Ich möchte auch einen Azubi einstellen“, sagt Wolgien. Die Terrasse vor dem Gasthaus hat er schon vergrößert. „Einiges muss ich noch in Gang bringen, dann geht es los.“ Eine Einweihungsfeier wird es nicht geben. „Wir wollen eine stille Eröffnung“, sagt er.  

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