Güstrow : Neugieriger Blick über Tellerrand

In Händen halten sie ihren Europass „Molilität“: Teilnehmer des Irlandsaustauschs und Schulleiter Jan Rädke (l.).
In Händen halten sie ihren Europass „Molilität“: Teilnehmer des Irlandsaustauschs und Schulleiter Jan Rädke (l.).

Europass „ Mobilität“ am Güstrower John-Brinckman-Gymnasium übergeben.

svz.de von
14. Juli 2018, 05:00 Uhr

Heutzutage wollen viele Schüler nach dem Schulabschluss das Weite suchen und in fremden Ländern studieren oder arbeiten. Doch warum sollten sie solange warten, wenn das John-Brinckman-Gymnasium einen Kursus über internationale Zusammenarbeit schon jetzt anbietet, nämlich das „Erasmus+ Projekt“, welches von der Europäischen Union finanziell unterstützt wird.

Seit September 2017 läuft das Projekt und die Teilnehmer können nach einem Schuljahr auf viele positive Erlebnisse zurückblicken. Zusammen mit Schulen in Italien, Spanien, Malta und Irland arbeitete das Gymnasium Statistiken über den nationalen und internationalen Arbeitsmarkt aus. Außerdem entwickelten die Schüler bei ihrem ersten internationalen Treffen im Dezember 2017 in Güstrow die Idee zur Herstellung eines neuen Produktes, den „Pen-in-Pencil“, einen Stift mit Funktionen eines Kugelschreibers und eines Bleistiftes.

„Des Weiteren habe ich viele Artikel zu den Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern verfasst und mich letztes Jahr um die Unterbringung eines Gastschülers gekümmert“, berichtet die Schülerin Ronja Kölpin rückblickend. Carlotta Raschke ergänzt: „Auch haben wir viele interessante Dinge über die Führung eines Unternehmens besprochen, die mir vorher unklar waren.“ All diese Dinge wurden in Rahmen des Nachmittagsunterrichts vorbereitet und beim zweiten Treffen in Dublin im März zusammengetragen. Die Reise nach Irland war der Höhepunkt des Erasmusjahres für die beiden Schülerinnen. „Es war super, dass man sich über die Arbeit austauschen konnte und auch anderen Input erhielt“, erzählt Ronja und Marian Kaps fügt hinzu: „Na klar war es das Beste, schließlich haben wir die meiste Zeit darauf hin gearbeitet.“

Der Schulleiter Jan Rädke konnte den Teilnehmern an dem Projekttreffen in Dublin den Europass „Mobilität“ überreichen. Dieses Dokument beschreibt die Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen, die während der Projektarbeit erworben wurden. Auslandserfahrung spielt auf dem Arbeitsmarkt eine immer wichtigere Rolle und dieser Pass kann für die Bewerbung im Inland oder im Ausland ein großes Plus sein.

„Mein Ziel war es, meine Englischkenntnisse zu verbessern und ich habe den Kursus besucht, da ich schon zuvor an einem internationalen Austausch teilgenommen habe und auf Grund der guten Erfahrungen wieder teilnehmen wollte“, erinnert sich Carlotta Raschke. Genau diese Erweiterung des Fremdsprachenhorizontes ist für beide ein Grund für die Teilnahme an diesem Kursus. „Außerdem kann man internationale europäische Kontakte knüpfen und andere Kulturen kennen lernen“, berichtet Ronja Kölpin.

Nach weniger als einem Jahr können alle Schüler aus Deutschland, Italien, Spanien, Malta und Irland auf eine große Materialsammlung von Diagrammen, Texten, Videos, Bildern und einem Businessplan mit dazugehörigen Logo-Entwicklungsplänen für das Projekt und den „Pen-In-Pencil“ blicken. „Der Erfolg des Projektes ist eine absolute Gruppenleistung, denn jeder hat seinen Teil bestmöglich gemeistert“, erzählt Marian Kaps. Bis zum Ende des Projektes im Oktober 2019 soll ein Prototyp dieses Stiftes entwickelt werden. Das nächste Treffen findet im November in Vic in Spanien statt.

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