Güstrow : Neues Zeitalter an Bushaltestellen

Rebus-Betriebsleiter Jörg Heger (l.) und Landrat Sebastian Constien (r.) empfingen gestern von Minister Christian Pegel den Zuwendungsbescheid für die neuen Fahrgast-Informationstafeln.
Rebus-Betriebsleiter Jörg Heger (l.) und Landrat Sebastian Constien (r.) empfingen gestern von Minister Christian Pegel den Zuwendungsbescheid für die neuen Fahrgast-Informationstafeln.

Rebus führt automatisierte Anzeigetafeln in Güstrow ein.

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05. August 2016, 05:00 Uhr

Moderne Anzeigetechnik hält Einzug an Güstrows Bushaltestellen. An zwei Haltepunkten, am Markt sowie am Zentralen Omnibusbahnhof vor dem Umweltbahnhof, baut die Regionalbus Rostock GmbH (Rebus) noch in diesem Jahr elektronische Tafeln mit sogenannten Dynamischen Fahrgastinformationen auf. Was in größeren Städten längst zum Standard geworden ist, können Busfahrgäste demnächst an diesen beiden sowie an insgesamt zehn weiteren an wichtigen Knotenpunkten im Landkreis erleben. Zusätzlich werden verkleinerte Varianten in Kundenzentren der Rebus installiert, zum Beispiel im Güstrower Bahnhofsgebäude.

Die minutengenaue Anzeige, wann der nächste und welcher Bus kommen wird, funktioniert vollautomatisch. Thomas Nienkerk von der Rebus erläutert: Jedes Fahrzeug im Linienverkehr sendet ständig ein Funksignal über seinen aktuellen Standort an die Rebus-Zentrale im Parumer Weg. Dort werden die Daten verarbeitet und die entsprechenden Signale an die Informationstafeln gesendet, so dass auf diesen mitgeteilt wird, wie lange der nächste Bus noch braucht. „Das gibt dem an der Haltestelle wartenden Fahrgast ein Stück mehr Sicherheit, dass der Bus kommt. Und wenn er allein wartet, fühlt er sich auch nicht so allein gelassen“, denkt Jörg Heger, Leiter Betrieb und Verkehr des kreislichen Unternehmens. Wohl jeder wisse vielleicht auch, wie man sich in einer fremden Stadt fühlt, wenn man schnell Informationen an den öffentlichen Verkehrsmitteln benötigt. Auch für Touristen könne das automatisierte System also eine willkommene Hilfe darstellen.

Ganz billig ist das freilich nicht, und so freute sich Heger gestern, dass Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) einen Förderbescheid des Landes in Höhe von ziemlich genau 110  000 Euro nach Güstrow brachte. Der Betrag deckt immerhin 75 Prozent der insgesamt erforderlichen Kosten zur Einrichtung der zwölf ersten Informationstafeln im Landkreis. Gut angelegtes Geld, wie Landrat Sebastian Constien findet: „Das gibt unserem modernen Busverkehr im Landkreis einen weiteren Schub. Informationen in Echtzeit werden von unseren Kunden erwartet und wir können diese künftig an wichtigen Verknüpfungspunkten liefern.“

Für Güstrower Verhältnisse werden die neuen Informationstafeln mit einem Meter Länge und einem halben Meter Höhe eine neue Größendimension darstellen. Vier Zeilen, auf denen der Fahrgast mit den gedachten Informationen versorgt werden soll, wollen gut lesbar untergebracht sein. Dafür muss am Markt ein neuer, stabiler Mast aufgestellt werden. Der soll eine Windlast von 150 km/h verkraften können. Am Busbahnhof werde die Tafel am Bahnsteig 3 unter das Dach gehängt, sofort gut sichtbar für ankommenden Bahngäste, informiert Jörg Heger. In Echtzeit, und bei Bedarf ergänzt um weitere relevante Verkehrsnachrichten, werde so der Fahrgast über Ankunfts- und Abfahrzeiten ihrer Busse auf dem Laufenden gehalten.

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