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Krakow am See : Neues Wohngebiet für 30 Familien im Luftkurort

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Krakower Stadtvertreter billigen Entwurf des Planers für „Alten Sportplatz“.

von
erstellt am 01.Feb.2017 | 20:45 Uhr

Langsam und mit immer wieder neuen, sich teilweise widersprechenden Beschlüssen bringen die Krakower Stadtvertreter das Projekt „3. Bauabschnitt Beerboomscher Weg“ auf Kurs. Zunächst wird der griffigeren Bezeichnung wegen das ausgewiesene Baugebiet am südöstlichen Stadtrand nur noch „Wohngebiet Alter Sportplatz“ genannt.

Zweitens billigten sie eine vom Planer Wolfgang Geistert vorgestellte Entwurfsvariante für den Bebauungsplan (siehe Zeichnung). Dabei erweist sich nach bisherigen Vorstellungen die parallel zur Landesstraße 37 verlaufende Häuserreihe als Problemzone. Für eine mehrgeschossige Bebauung eines reinen Wohngebietes wäre hier ohne hohem Aufwand der erforderliche Lärmschutz nicht zu erreichen, erklärt der Planer. Deshalb schlägt er vor, zur Straße hin einen Erdwall mit einem darauf stehenden Lärmschutzschirm aus geflochtener Weide zu errichten. So könnten wenigstens die Kriterien für ein allgemeines Wohngebiet (zulässig wären dann etwas mehr als nur Einrichtungen zur Kinderbetreuung und wenige weitere Ausnahmen) in eingeschossiger Bauweise erfüllt werden. Alle weiter weg von der Straße liegenden Flächen könnten dann ein reines Wohngebiet mit Mehrgeschossern werden. Weil er jedoch Konflikte zwischen den beiden unterschiedlichen, nur durch die Straße getrennten Baufeldern befürchte, möchte Nils Ruhnau lieber an die Lärmquelle gehen. Dies aber koste mehr, so Geistert.

Drittens schließlich hat die Stadtvertretung jetzt frühere Beschlüsse nach einer Ausschreibung des Erschließungsgeländes zur Veräußerung an private Investoren sämtlich aufgehoben. Dies allerdings, ganz im Gegensatz zu den anderen, einstimmig gefassten Beschlüssen, nur mit hauchdünner Mehrheit. Die CDU-Fraktion nämlich im Einklang mit der Linken wollte sehr wohl darauf bestehen, dass ausgeschrieben wird. Vorherige Beschlüsse in diese Richtung mussten für ungültig erklärt werden, weil der Bürgermeister mit abgestimmt hatte. Der hielt sich diesmal wegen der möglichen Befangenheit aus der Diskussion heraus.

Damit wäre jetzt die Stadt mit der Vermarktung am Zug. Noch aber gibt es weder Preise und auch noch kein Baurecht, betont Bürgermeister Geistert. Damit natürlich ist auch eine Parzellierung noch Zukunftsmusik. Nur so viel deutet sich an: Bei Grundstücksgrößen zwischen 560 und 1000 Quadratmetern könnten unter dem Strich Bauplätze für etwa 30 Familien entstehen. Sollten die nötigen behördlichen Freigaben rechtzeitig kommen, könnten die vorbereitenden Arbeiten (Baumfällungen) noch im März erfolgen. Der Bürgermeister und Planer hofft auf einen Erschließungsbeginn noch in diesem Jahr.

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