GMB entwickelt sich : Neues Unternehmen mausert sich

Schweißer Frank Jahn erklärt Landrat Sebastian Constien und GMB-Geschäftsführer Heiner Willers (v.l.) die Fertigung von Stützblechen für den Anbau an einem Überladewagen.
Foto:
1 von 2
Schweißer Frank Jahn erklärt Landrat Sebastian Constien und GMB-Geschäftsführer Heiner Willers (v.l.) die Fertigung von Stützblechen für den Anbau an einem Überladewagen. Fotos: Eckhard Rosentreter

Güstrower Maschinenbau setzt Jahrzehnte lange Tradition im Landmaschinenbau fort. Landrat auf Wirtschaftstour durch den Kreis.

von
07. April 2017, 05:00 Uhr

Die Produktion in der GMB Güstrower Maschinenbau GmbH läuft auf vollen Touren. 25 Einheiten für die Landwirtschaft – Düngerstreuer, Überladewagen, Injektionstechnik – sind seit Produktionsbeginn in der ehemaligen LMB-Halle in Güstrow-Rövertannen im Juli 2016 „vom Band“ gelaufen und verkauft. Wobei es sich um kleine Serien handelt, die das Werk verlassen, immer zwischen fünf und zehn Einheiten, wie Geschäftsführer Volker Biermann erklärt. Gerade werde wieder gewechselt – vom Düngerstreuer, der nach Polen geliefert wird, auf den zweiachsigen Überladewagen GTU 25.

Insgesamt 50 Einheiten will GMB in diesem Jahr bauen, Zielstellung sind künftig um die 60 pro Jahr, sagt Heiner Willers, der gemeinsam mit Co-Inhaber Biermann die Geschäfte führt. Die beiden Niedersachsen hatten im Juli vergangenen Jahres, nachdem der Vorgängerbetrieb insolvent gegangen war, das neue Unternehmen GMB gegründet und sich in der alten Produktionshalle m it angrenzenden Freiflächen eingemietet. Hier bauen Willers und Biermann in Güstrow-traditioneller Weise Landmaschinen. Auf 17 Mitarbeiter von anfangs zwölf ist das Unternehmen inzwischen gewachsen. „Wir würden gerne noch weiter aufstocken. Es ist aber nicht so einfach, qualifizierte Fachkräfte direkt in der Region Güstrow zu finden“, beklagt Volker Biermann ein Phänomen, das sich noch vor einem Jahrzehnt kaum ein Unternehmer in Mecklenburg-Vorpommern hätte vorstellen wollen.

Unterstützung in dieser Sache will der Firma kein Geringerer als Landrat Sebastian Constien zusichern. „Ich biete Ihnen an, unsere Kontakte zum Beispiel zur Rostocker Uni zu nutzen“, sagte Constien am Donnerstag bei einem Besuch im Unternehmen. Selbst mit familiärem Hintergrund in der Landwirtschaft aufgewachsen, wisse er, wie es ist, wenn der Landwirt zum Beispiel über Nacht ein Ersatzteil braucht. Dann komme es auf zuverlässige Partner an.

Erstmals in seiner Amtszeit unternimmt der Landrat eine konzertierte Kreisbereisung in Sachen Wirtschaft. Constien: „Natürlich war ich schon in verschiedenen Betrieben. Jetzt möchte ich die stillen Champions im Landkreis entdecken.“ Erste Station war am Dienstag der Elektro Fink Schaltanlagenbau in Teterow, Betriebe in Charlottenthal, Bützow und anderswo sollen folgen.

„Bei der GMB finde ich die Geschichte, die dahinter steht, besonders spannend. Dass hier auf das Knowhow der Vergangenheit, auf die Erfahrung früherer Mitarbeiter gesetzt wird und gleichzeitig neue Technologien entwickelt und verwendet werden“, fasziniere ihn, sagt der Landrat. Die Geschäftsführer Willers und Biermann möchten diesen Eindruck bestätigen: Fast alle ihre Mitarbeiter hätten schon in den Vorgängerbetrieben an diesem Standort gearbeitet. Vertraute Kunden in Osteuropa wüssten die aus Güstrow kommende Qualität zu schätzen. Polen sei so als neuer Abnehmer hinzugewonnen worden. Jetzt sei es Ziel, von derzeit 30 Prozent Lieferung in den deutschen Markt auf ein Gleichgewicht zum Export hinzusteuern, steckt Geschäftsführer Willers die Zukunft der GMB ab.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen