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Güstrower Anzeiger

12. Dezember 2017 | 05:45 Uhr

Laage : Neues Leben für altes Freibad

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtvertretung der Recknitzstadt beschließt Planung für ein Natur- und Sportbad in Laage

von
erstellt am 08.Jul.2016 | 08:00 Uhr

Das seit 2007 geschlossene Freibad in Laage soll wiederbelebt und in ein Natur- und Sportbad umgestaltet werden. Landschaftsarchitekt Frank Claus stellte den Stadtvertretern auf ihrer Sitzung am Mittwochabend die Gestaltungsplanung vor. Das vorhandene Becken soll zu einem Mehrzweckbecken für Schwimmer und Nichtschwimmer mit einer biologischen Wasseraufbereitung werden. Neben dem Bau eines Sanitär- und Betriebsgebäudes sollen eine Beachsportanlage und ein Kleinkinderplanschbecken entstehen.

Die Planung habe man jetzt vorantreiben müssen, weil die Stadt auf eine Projektförderung hofft. Mit der durch die Stadtvertretung beschlossenen Gestaltungsplanung beteiligt sich die Stadt am aktuellen Projektauswahlverfahren für die Leader-Förderung. Bei der letzten Runde war Laage nicht berücksichtigt worden. Jetzt sieht Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst gute Chancen. Nach der Leader-Richtlinie des Landes können bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss gewährt werden. Mit Kosten um die 1,6 Millionen Euro müsse man rechnen, hörten die Stadtvertreter von Frank Claus.

Nach den Vorstellungen der Planer wird das Wasserbecken unterteilt. Auf der einen Seite soll das Schwimmen auf 25-Meter-Bahnen möglich sein, auf der anderen Seite – getrennt durch einen Steg – ein Nichtschwimmerbereich eingerichtet werden. Am nördlichen Rand des Beckens könnten zwei 50-Meter-Bahnen nutzbar sein, informierte Frank Claus. Zur Wasserreinigung erklärte er, dass das Wasser ständig zirkuliert und auf seinem Weg zwischen Becken und Regenerationsteich Filteranlagen passiert und mit Sauerstoff angereichert wird.

Auf einem 45 mal 32 Meter großen Mehrzweckfeld sollen verschiedene Beachsportarten (Volleyball, Handball usw.) ausgeübt werden können. Ein Gebäude am Ende der Zufahrt an der Bahnhofstraße soll Platz für Sanitäranlagen und Umkleideräume, für Kasse, Kiosk und Personal bieten. Gedacht ist an eine Öffnung von Mitte Mai bis Mitte September. Eine Realisierung des Vorhabens, das betonte Bürgermeisterin Lochner-Borst, könne nur Stück für Stück erfolgen.

Zweifel an dem Vorhaben meldete Helmut Precht (Freie Wähler) an. „Brauchen und wollen wir wirklich ein Bad?“, fragte er und wollte nicht unbedingt eine große Mehrheit der Bevölkerung dahinter sehen. Außerdem sei die Umgestaltung des Bades die eine Sache, die laufenden Unterhaltungskosten die andere. Hierzu würden ihm Zahlen fehlen. Für sein Begehren, das Thema vor einer Entscheidung nochmals in die Ausschüsse zu verweisen, fand er unter den Stadtvertretern keine Unterstützung.

Sie stehen zu dem Vorhaben, allerdings auch vor einem Problem, das in dieser Woche auftauchte. Bodenproben haben ergeben, dass dort, wo das Sanitärgebäude errichtet werden soll, Müll liegt. In keinem Altlastenkataster sei die Müllablagerung erwähnt, betonte Lochner-Borst. Seit dem Bau der neuen Grundschule sei man in Laage aber auf derartige Hindernisse gefasst. „Der Müll muss erstmal weg“, stellte Lochner-Borst zweifelsfrei fest. 

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