Recknitzstadt Laage : Neues Leben für alten Bahnhof

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Nach Versteigerung des Bahnhofgebäudes in Laage im März legen neue Eigentümer unverzüglich los

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02. Juni 2015, 04:00 Uhr

Erst Mitte März ist das Bahnhofsgebäude in Laage über ein Berliner Auktionshaus versteigert worden. Seit einem Monat gehört es drei Rostockern, die sich sofort an die Arbeit machten. Ihr Leitgedanke: Raus aus der Großstadt! Der Zug hält vor der Tür. In 18 Minuten ist man in der Hansestadt.

Das Bahnhofgebäude, das 1886 eingeweiht worden war, ist zwar ziemlich heruntergekommen – kaum ein Fenster ist noch heil, die Wände sind beschmiert –, aber die Bausubstanz sei grundsolide, sagt einer der drei Männer zwischen Ende 30 und Mitte 40, die gern im Hintergrund bleiben möchten. Sie sind Maurer und Zimmerleute, kennen sich aus auf dem Bau und haben sofort damit begonnen aufzuräumen und zu sichern. Es seien eher die Renovierungen zu DDR-Zeiten, die der Bausubstanz geschadet hätten. Holz unter Linolium neige zum Schimmeln.

Die drei Männer, die für ihr Projekt die Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft GbR gegründet haben, wollen den Bahnhof wieder beleben. Denkbar ist, dass dort, wie auch schon in der Vergangenheit, Menschen wohnen. Im Vergleich zur Hansestadt sprechen die Bauherren von ruhigem Wohnen. An den Fluglärm könne man sich vielleicht gewöhnen. Im Anbau stellen sie sich eine Kreativ- und Kunstwerkstatt vor. Der Zimmermann unter ihnen möchte dort selbst tätig werden. Er zeigt auf ein paar historische Fenster am Gebäude. Die wolle er als erstes dort aufarbeiten. Auch weitere Interessenten gebe es bereits. Der Bahnhof in einer Kleinstadt hatte in der Vergangenheit selbstverständlich auch eine Gaststätte – eine weitere Option für die Zukunft, denn schnell stellten die Rostocker fest, dass gastronomisch nicht ganz so viel in Laage läuft.

Einen Zeitplan haben die Bauherren nicht. Sie würden durchziehen, bis sie fertig sind und sicher viel Herzblut in das Objekt stecken. „Wenn es einem gehört, ist man intensiver bei der Sache“, erklärt der Zimmermann. Man wolle die Schönheit des Gebäudes wieder herausarbeiten.

Schon in den 1990er-Jahren wurde das Bahnhofsgebäude nicht mehr als solches genutzt. Die Deutsche Bahn hatte sich längst von dieser Immobilien getrennt. Jahrelang aber tat sich nichts an dem Objekt bis es im März dann zur Versteigerung kam. Für 500 Euro war der Laager Bahnhof aufgerufen worden. Bei 10 000 Euro fiel der Hammer. 

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