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Wassersportverein Güstrow : Neues Haus für junge Segler fertig

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Jugendhaus des Wassersportvereins Güstrow 1928 am Inselsee eingeweiht.

Hochbetrieb am Sonnabend auf dem Gelände des Wassersportvereins Güstrow 1928 (WVG). Nach fast sechsjähriger Bauzeit konnte das neue Jugendhaus offiziell in Besitz genommen werden. 5000 Meter Kabel, 15 000 Schrauben und Nägel und 20 Tonnen Stahl wurden unter anderem am Inselsee verbaut. Nicht nur der Vorsitzende Peter Anders freute sich über die Fertigstellung, sondern vor allem die Kinder und Jugendlichen.


Viel Engagement der Mitglieder


Entstehen konnte das Jugendhaus aber nur, weil viele Mitglieder des Vereins mit angefasst haben. Hervorgehoben wurden zwei Namen: Carsten Jansen (66) und Jürgen Spörke (68). „Beide haben das Haus zu dem gemacht, was es heute ist“, lobte Peter Anders. Auch habe es zahlreiche Sponsoren und Firmen gegeben, die dem Verein unter die Arme gegriffen hätten.

Jürgen Spörke, der als Kind das Segeln erlernte, war jeden Tag während des Baus vor Ort und freut sich über den Zusammenhalt im Verein. „Bei Arbeitseinsätzen waren immer viele Leute dabei“, erzählt er. Die tägliche Arbeit habe ihm Spaß gemacht und er stehe zu diesem Verein.

Carsten Jansen war viele Jahre WVG-Vorsitzender und ist heute noch im Vorstand aktiv. „Es ist uns von unseren Vorfahren in die Wiege gelegt worden, selbst Hand anzulegen“, sagt er. Denn alle Häuser des Vereins seien mit „Muskelhypothek“ gebaut worden. In den 1930er-Jahren entstand das Klubhaus, den 1950er-Jahren das Segelheim und das nächste in den 1970ern. „Diese drei Häuser haben wir alle mit Kraft und Eigenleistung inzwischen saniert“, erzählt Carsten Jansen.

Und das wollte der Verein auch diesmal so tun. Doch zusätzlich durften sich die Segler über Fördermittel von etwa 20 000 Euro vom Land freuen, durch die eine Kunst-Reetdach-Eindeckung möglich wurde. Innen- und Sportminister Lorenz Caffier fand zur Übergabe des Hauses viele lobende Worte zur Vereinsaktivität. „Der WVG hat eine lange Tradition und es ist gut, dass hier Kinder und Jugendliche etwas von dem Teamgeist erleben und damit etwas von den Werten, die im Leben wichtig sind“, sagte der Minister Sonnabend in Güstrow.

Dafür ist auch Jugendobmann Ludger Wetzke zuständig, der seit sechs Jahren die Kinder und Jugendlichen trainiert. Seit 1995 ist er Mitglied im WVG und begann selbst als Achtähriger seine Segel-Aktivität. Das Haus ist nicht nur optisch ein toller Bau, sondern hilft ganz praktisch bei der Jugendarbeit. „Es ist eine unheimliche Bereicherung unserer Trainingseinheiten“, betont Ludger Wetzke. Der 31-jährige kann mit den Kindern nun beispielsweise Trockentraining in der Halle machen, was bisher nicht möglich war.

Das zeigt: Das Vereinsleben wird hier auch weiterhin pulsieren – die insgesamt 145 Mitglieder werden alles dafür tun. So gibt es auch schon Pläne. Neben der 60. Ausgabe des Silbernen Beils in diesem Jahr, will der WVG im Jahr 2018 gern die Deutschen Jugendmeisterschaften ausrichten. Das allerdings kostet Geld und dafür werden Sponsoren gesucht.

 

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