Glocken für St. Marien : Neues Geläut erst im Advent

Pastor Matthias Ortmann: „Die alten Glocken sind verschlissen.“
Pastor Matthias Ortmann: „Die alten Glocken sind verschlissen.“

Neue Glockengrube in Gießerei nötig / Ostern 2016 sollen Glocken in Pfarrkirche läuten

svz.de von
04. Juli 2015, 06:00 Uhr

Die drei Eisengussglocken der Güstrower Pfarrkirche müssen erneuert werden (SVZ berichtete). Allerdings wird sich die Herstellung des neuen Geläutes verzögern. „Es ist das erste Mal, dass die Glockengießerei in Lauchhammer ein solch großes zusammenhängendes Geläut gießen wird“, sagt Pastor Matthias Ortmann. Dafür müsse neben einer neuen Glockengrube auch ein größerer Schmelzofen gebaut werden. Das nehme Zeit in Anspruch. Somit wird nun erst am 1. Advent mit dem Glockentransport nach Güstrow gerechnet. Dann soll das Geläut der Pfarrkirche einige Wochen in der Kirche stehen, bevor es an Ort und Stelle, in den Turm, transportiert wird.

Geplant war, dass die neuen Glocken bereits zum Erntedankfest aus Lauchhammer geholt werden können. Ob nun die neue Planung tatsächlich so gelingt, wisse man noch nicht. „Wir wünschen es uns, das Osterfest im kommenden Jahr mit den neuen Glocken einzuläuten“, so der Pastor.

Die größte der drei Glocken wird 3000 Kilogramm wiegen, mit einem Durchmesser von 172 Zentimetern. „Es ist die Friedensglocke“, erzählt Matthias Ortmann. Der Spruch, der die Glocke zieren wird, beginnt mit folgenden Worten: „Ehre sei Gott auf der Erde, in allen Straßen und Häusern. Die Menschen werden singen bis das Lied zum Himmel steigt.“ Die zweite Glocke wird die Sonntagsglocke sein und die dritte ist die Marienglocke. Ein Schriftgestalter ist derzeit dabei, das Schriftbild zu erstellen, das auf der dritten zu lesen sein soll.

Bereits zu einigen Gelegenheiten wurden Spenden für die neuen Glocken der Pfarrkirche gesammelt. Unter anderem wurde eine CD mit dem Glockengeläut der Stadt erstellt, die für fünf Euro erhältlich ist. Auch zum ökumenischen Gemeindefest am vergangenen Sonntag wurde ein Flohmarkt dafür eingerichtet. 365 Euro werden davon auf das „Glockenkonto“ gehen. „Wir sind gut auf dem Weg und ich bin zuversichtlich, dass wir die 50 000 Euro zusammen bekommen“, sagt Matthias Ortmann. Ein Teil allerdings fehle noch und wer möchte, kann sich auch weiterhin mit Spenden an dem neuen Glocken-Klang der Pfarrkirche beteiligen.  

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