Nach dem Tornado : Neues Boot für die Lebensretter

Olaf Magusnky und Wachleiter Cristian Möller (v.r.) freuen sich über die Finanzspritze der Wirtschaftsjunioren, die von Katrin Restorff und Jörg Schröder überbracht wird.
Olaf Magusnky und Wachleiter Cristian Möller (v.r.) freuen sich über die Finanzspritze der Wirtschaftsjunioren, die von Katrin Restorff und Jörg Schröder überbracht wird.

Wirtschaftsjunioren des norddeutschen Raums spenden nach Tornado-Katastrophe für Badeanstalt am Rühner See

von
16. Juni 2015, 21:00 Uhr

Olaf Magunsky, Rettungsschwimmer und Betreiber der Badeanstalt am Rühner See, kann sich demnächst über ein neues Boot freuen. Jetzt konnte er die Bestellung auslösen. Der Bützower erhielt dabei Hilfe von jungen Firmenchefs aus dem gesamten norddeutschen Raum.

Hintergrund: Seit zwei Jahren ist Olaf Magunsky Betreiber der Badeanstalt am Rühner See. An jenem See, auf dem sich der Tornado am 5. Mai entwickelte. Und so war auch die von vielen Bützowern geschätzte Naherholungseinrichtung erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. „Das Boot hing in einem der Bäume. Einen Tag später waren die Bäume umgefallen und das Boot total hin“, erinnert sich Magunsky an den Tag nach dem verheerenden Unglück.

Und das hatte ihn gleich doppelt getroffen. Denn Olaf Magunsky wohnt in der 2. Wallstraße, dort wo der Tornado erhebliche Schäden hinterlassen hat. Das eigene Wohnhaus sei gesichert. Alles andere werde die Zeit bringen, sagt Olaf Magunsky. Mittlerweile ist das Gelände am Rühner See wieder aufgeräumt, der Badebetrieb hat längst wieder begonnen. Heute starten Schulen mit dem Schwimmunterricht.

Von den Ereignissen in Bützow hatten auch die Wirtschaftsjunioren erfahren. Die treffen sich jährlich zur Hanseraum-Konferenz, erzählt Jörg Schröder vom Verein Wirtschaftsjunioren Schwerin der IHK Schwerin. Und auf dieser müssen die Gastgeber der nächsten Konferenz eine Tombola ausrichten. Und das sei Schwerin. Mit dem Losverkauf wurden 1000 Euro eingenommen. „Wir wollten etwas für die Tarnado-Opfer tun, aber das Geld nicht unbedingt in den großen Spendentopf geben“, so Katrin Restorff.

Christian Möller von der DRK-Rettungswacht Güstrow freut sich über diese Hilfe für Olaf Magunsky. „Er war ganz schön erschüttert, als er das hier alles realisierte.“ Das Boot ist nicht nur wichtig, für die Sicherheit, sondern auch für die ständige Pflege des Areals, der Stege und der angrenzenden Wasserflächen. „Ohne Boot ist das gar nicht machbar. In den letzten Tagen habe ich mir deshalb ein Boot ausgeliehen“, erzählt Olaf Magunsky. Das wird nun bald der Vergangenheit angehören.

>> Unser Dossier zu dem Thema unter: www.svz.de/tornado

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen