Stadt Güstrow : Neues Baugebiet im Hengstkoppelweg

Stadt Güstrow will zügig neue Bauplätze schaffen / Finanzausschuss stimmt Vorhaben einstimmig zu

von
16. April 2015, 06:00 Uhr

Die Stadt will möglichst zügig im Wohngebiet Hengstkoppelweg im Norden Güstrows neue Bauplätze zur Verfügung stellen. Damit die Erschließungsleistungen durch den Städtischen Abwasserbetrieb und die Stadtwerke Güstrow für diesen 2. Bauabschnitt in dem Wohngebiet noch in diesem Jahr erfolgen können, muss der Städtische Abwasserbetrieb knapp 50 000 Euro vorfinanzieren. Refinanziert werden diese Kosten dann im Doppelhaushalt 2016/17 der Stadt. Die Vorfinanzierung ist notwendig, da im Haushalt der Barlachstadt für das laufende Jahr keine Mittel für diese Leistungen enthalten sind. Um möglichst schnell neue Plätze für Eigenheime in Güstrow zu schaffen, stimmte Dienstagabend der Finanzausschuss der Stadtvertretung einem entsprechenden Dringlichkeitsantrag der Verwaltung einstimmig zu. Die Stadtvertreter entscheiden auf ihrer Sitzung am 21. Mai über das Vorhaben.


Abwanderung in Umland verhindern


„Dieser Schritt ist sehr zu begrüßen“, kommentierte Ausschussmitglied Heiko Karmoll (CDU). Neben dem Hengstkoppelweg gäbe es aber noch weitere interessante Wohngebiete in Güstrow, die erschlossen werden könnten. In einem gemeinsame Antrag hatten CDU und SPD kürzlich die Stadt aufgefordert, mehr Bauplätze für Eigenheime zur Verfügung zu stellen. Hintergrund ist die schwindende Einwohnerzahl (SVZ berichtete). Dem kommt die Stadt jetzt nach. Die besondere Dringlichkeit sei laut Stadt dadurch gegeben, dass Bauplätze für Bauwillige im Stadtgebiet derzeit auf städtischen Flächen nicht verfügbar seien. „Dadurch, dass Bauwillige dann in die Umlandgemeinden abwandern, würden der Barlachstadt wirtschaftliche Nachteile entstehen (weniger Steuereinnahmen sowie Schlüsselzuweisungen etc.). Um diesem Negativtrend entgegenzuwirken, müssen kurzfristig Bauplätze angeboten werden“, heißt es in der Antragsbegründung.

Der 2. Bauabschnitt im Hengstkoppelweg umfasst insgesamt 29 Grundstücke in Größenordnungen zwischen 482 und 1008 Quadratmetern. Dieser Bauabschnitt ist in zwei Teilabschnitte unterteilt. Die Realisierung der Teilabschnitte ist in den Haushaltsjahren 2015 bis 2017 geplant. Zunächst werden 16 Grundstücke erschlossen. Dazu gehören in diesem Jahr die Baufeldfreimachung und Herrichtung einer Baustraße, damit die potenziellen Bauherren ihren Hochbau realisieren können. Für das Bauland wird ein Mindestgebot von 56 Euro pro Quadratmeter in der Ausschreibung festgelegt. Es soll an jeden Bewerber nur ein Grundstück zur eigenen Bebauung veräußert werden.

Die Erschließung im Hengstkoppelweg umfasst zudem die Errichtung einer öffentlichen Stellplatzanlage mit elf Stellflächen, eine verkehrsberuhigte Gestaltung der Erschließungsstraßen sowie eine Anbindung an die Primer Straße mittels eines gemeinsamen Geh-/Radweges.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen