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Güstrower Anzeiger

18. Oktober 2017 | 02:25 Uhr

RBB Güstrow : Neuer Name, neue Berufe

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum des Landkreises lernen fast 2200 Schüler und Azubis.

Regina Hemesath muss sich auch erst an den neuen Namen gewöhnen. „Wir sind jetzt seit drei Wochen das Regionale Berufliche Bildungszentrum des Landkreises Rostock, abgekürzt RBB LRO“, sagt die Güstrower Schulleiterin nicht ohne Stolz. Vorausgegangen waren ein Evaluationsverfahren und eine Zertifizierung, bevor das Ministerium und der Landkreis ihr Okay gaben. Mit genau 2198 Schülern und Auszubildenden, die von 90 Lehrern unterrichtet werden, ist Güstrow die drittgrößte berufliche Schule in Mecklenburg-Vorpommern.

Bereits im Sommer wurde die Außenstelle Bad Doberan, in der unter anderem die gastronomischen Berufe als Teil der Wirtschaftsberufe ausgebildet werden, angegliedert. Eine weitere Außenstelle befindet sich im Güstrower Waldweg in der ehemaligen Berufsschule der Deutschen Bahn. Neben dem Fachgymnasium erlebt dort die Beschulung von Flüchtlingen einen Boom. „Im Februar werden wir am RBB die bereits sechste Klasse Berufsvorbereitung für Ausländer eröffnen“, berichtet Regina Hemesath. Im ersten Jahr steht dort ausschließlich Deutsch auf dem Stundenplan, im zweiten Jahr drei Tage Praxis in der Woche und Unterricht in Technologie, Mathe, Sozialkunde und Sport.

Beim Tag der offenen Tür am Sonnabend standen im RBB die sozialpädagogischen Berufe im Mittelpunkt des Besucherinteresses. Dichte Trauben bildeten sich an den Ständen, an denen über die Ausbildung zum Sozialassistenten, zum Erzieher oder zum Heilerziehungspfleger informiert wurde. „Erzieher und Heilerziehungspfleger sind gefragte Leute. Wir können den Bedarf gar nicht decken. Deshalb haben wir in diesen Berufen auch traumhafte Vermittlungsquoten“, sagt Andrea Borgwardt. Die Berufsschullehrerin freut sich deshalb über steigende Bewerberzahlen. „Im September 2015 haben 17 Jugendliche die zweijährige Ausbildung zum Heilerziehungspfleger begonnen, im September 2016 waren es schon 29“, informiert sie. Schirin Jordan vom zweiten Lehrjahr lobt besonders die praxisorientierte Ausbildung am RBB in Güstrow. „Wir absolvieren Praktika, organisieren Mottopartys für Menschen mit und ohne Handicap oder haben gerade ein Konzept für eine so genannte Wohlfühlstunde erstellt“, zählt sie auf.

Neues ist am RBB auch für die Zukunft zu erwarten. „Wir arbeiten gegenwärtig an der Vorbereitung für das Berufsbild Kindheitspädagoge. Das beinhaltet eine dreijährige Ausbildung und den Einsatz in Kinderkrippen und Kindergärten. Eine Pilotklasse soll schon in diesem Jahr in Rostock starten“, erzählt Schulleiterin Regina Hemesath.


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