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Güstrower Anzeiger

23. November 2017 | 15:39 Uhr

Güstrow : Neuer Gemeindesaal weist nach vorn

vom

Ganz fertig ist es noch nicht, dennoch wurde das neue Gemeindezentrum der Domgemeinde eingeweiht. Der Anbau und die Sanierung des Altbaus kosten rund 800.000 Euro. Das Geld bringt die Gemeinde selber auf.

svz.de von
erstellt am 03.Jun.2013 | 11:19 Uhr

Güstrow | "Es ist ein Fest, das wir heute feiern. Nach langen Jahren der Vorbereitung, des Planens, Verwerfens, neuer Abwägungen und Entschlüsse, nach kurzer, intensiver Bauzeit weihen wir heute das neue Gemeindehaus ein". Mit diesen Worten begann Bischof Andreas von Maltzahn gestern Nachmittag seine Predigt im Dom zu Güstrow. Dorthin hatte die Domgemeinde der Barlachstadt eingeladen, bevor das neue und fast fertige Gemeindezentrum besichtigt werden konnte. Mit einer großen Kaffeetafel und der Aufführung des Kindermusicals "Himmel und Erde" zur Schöpfungsgeschichte von Birgit Pape klang der Festtag am Abend aus.

Und es störte eher niemanden, dass das Gemeindezentrum eben noch nicht fertig ist. Für den Neubau war der Winter zu lang und der Mai einfach zu feucht. Es fehlt noch der Fußboden. "Sobald die Feuchtigkeit aus dem Boden raus ist beginnen diese Restarbeiten", kündigt Architektin Christine Johannsen an. Lampen sind ebenfalls noch nicht installiert. Ist dies erledigt, erwartet Kantor Martin Ohse, der sich mit seinen Musikern und Sängern ganz besonders auf den Gemeindesaal freut, einen nochmals etwas veränderten Raumeindruck. Hell und offen zeigt sich der Gemeindesaal als Anbau der ehemaligen Landessuperintendentur. Im sanierten Altbau befinden sich ein Kinderraum mit kleiner Werkstatt sowie Platz für Erwachsenen- und Jugendgruppen. "Die Schüler des benachbarten Gymnasiums sind hier ebenso willkommen", ergänzt Pastorin Susanne Höser. Die Türen fehlten gestern noch. Das brachte auf seine Weise zum Ausdruck, dass die Domgemeinde in diesem Haus über die Christen der Gemeinde hinaus ein Angebot für alle Menschen der Stadt unterbreiten möchte.

Auf bessere Möglichkeiten im neuen Gemeindezentrum freuen sich insbesondere die Chöre und Musikgruppen für ihre Proben. Jugendabende und Konfirmandenarbeit sollen dort ebenso stattfinden wie Seniorentanz. "Schon Ende Mai werden wir zu Glaubenskursen einladen", informieren die beiden Gemeindeseelsorger. Und unter dem Namen "Nebelleuchte" sollen hier künftig Gottesdienste in anderer Form gefeiert werden.

Anbau und Sanierung des Altbaus kosten rund 800 000 Euro. Diese Summe brachte die rund 2500 Mitglieder zählende Domgemeinde selber auf. Sie bekamen und sammelten ebenso Spenden. Der eingeschossige Neubau bietet Platz für etwa 150 bis 180 Besucher, an Tischen können 120 Menschen sitzen. "Mittels Schiebetüren lassen sich daraus drei Räume machen. Bodentiefe Fenster lassen viel Licht hinein und bieten einen schönen Blick in den Garten", sagt Gemeindepastor Christian Höser.

Der Garten, deren Bebauung mancher Güstrower als Verlust sieht, hat sich verkleinert, ist aber keineswegs verschwunden und dürfte bei geschickter Gestaltung wieder zu einem Kleinod werden. Ideen dafür liegen vor, betont Christian Höser. Die Umsetzung liege in den Händen der Domgemeinde. Helfer hätten sich bereits gemeldet, weitere Hilfe werde aber auch noch benötigt, sagt der Dom-Pastor. Er sieht es als Gewinn, dass aus einem bisher eher privatem Refugium nun ein Garten für die ganze Gemeinde wird.

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