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Neubauten in Güstrow : Neue Wohnungen für die Altstadt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die WGG wird drei Gebäude in der Gleviner Straße bauen / Bodendenkmalpflege prüft die Baufläche

In der Güstrower Altstadt werden drei Neubauten der Wohnungsgesellschaft Güstrow (WGG) entstehen. Die Gebäude in der Gleviner Straße 14 und an der Ecke Gleviner Straße 16/Lange Straße 26 sollen Platz für insgesamt 17 Wohnungen und einen Gewerberaum bieten. Die Kosten werden nach derzeitigem Stand auf insgesamt mehr als zwei Millionen Euro kalkuliert.

Wann genau der erste Spatenstich erfolgen soll, steht bislang nicht fest. Klar ist jedoch jetzt schon, dass es zwei gesonderte Bauabschnitte geben wird. „Wir wollen mit dem Bauen an der Ecke Gleviner Straße/Lange Straße anfangen“, sagt Jürgen Schmidt, Geschäftsführer der WGG. Er sei sehr zuversichtlich, dass die Baugenehmigung für diesen Abschnitt spätestens bis September vorliegen wird.

Bis Ende diesen Jahres sollen die Rohrleitungen, Hausanschlüsse und Fundamente fertig sein. „Je nach Witterungslage wollen wir dann im Frühjahr 2015 die Gebäude hochziehen“, so Schmidt.

Vor der eigentlichen Bauphase, werden die Grundstücke von der Bodendenkmalpflege untersucht. Die Grabungsarbeiten laufen bereits seit einer Woche und sind Teil der Vorbereitungsphase des Projektes. Die Hauptverantwortung für diesen Arbeitsbereich liegt bei der BIG-Städtebau GmbH.

Einen spektakulären Fund haben die Grabungsarbeiter unter der Leitung des Archäologen Holger Fries noch nicht zu Tage gefördert. Dennoch können sie Rückschlüsse über die Geschichte ziehen. „Wir haben hier auf einen Schlag 600 Jahre Baugeschichte offen gelegt“, sagt Fries. So haben die Männer neben Scherben und einem Ziegenhorn auch schon einen Teil der Rückwand eines Hauses gefunden. Schwarze Streifen auf dem Boden deuten laut Fries auf einen größeren Brand hin, der das Haus zerstört hat.

Laut Vertrag sollen die Grabungsarbeiten in elf Wochen beendet sein. Dann geht die Hauptverantwortung an die WGG und das Bauprojekt kann beginnen. Dass es noch größere Funde geben wird, die die Pläne verzögern, glaubt Fries nicht. „Wir denken, dass wir die Fläche termingerecht übergeben können.“

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