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Mehr Bauplätze : Neue Wohngebiete für Güstrow

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Barlachstadt plant mit kurz-, mittel- und langfristigen Varianten für neue Bauplätze im innerstädtischen Bereich

von
erstellt am 14.Jul.2015 | 06:00 Uhr

Die Stadt Güstrow geht bei der Erschließung neuer Wohngebiete mit schnellen Schritten voran. Die Stadtvertreter beschlossen jetzt die Änderung des Bebauungsplans „Östlich Bredentiner Weg“. Hier, zwischen dem Bredentiner Weg und dem Friedhof, sollte eigentlich einmal ein Gewerbegebiet entstehen. Doch seit 2006 gab es keine Nachfragen von Gewerbetreibenden, so dass sich die gewünschte Entwicklung nicht eingestellt hat. Mit ihrem Beschluss wandelten die Stadtvertreter die brach liegenden Gewerbegebiete jetzt in Wohngebiete um.

Doch die Stimmung in der Stadtvertretersitzung war durchaus nicht einheitlich. Viele halten dieses Gebiet nicht für sonderlich attraktiv für Eigenheime für junge Familien. Deshalb stellte Andreas Ohm (CDU) die Frage, welche Ausweichmöglichkeiten es in Güstrow noch gebe. Er wollte das Thema noch einmal in die Ausschüsse verweisen, um Alternativen zu finden. Doch da ging die Mehrheit der Stadtvertreter nicht mit. „Wir wollen kurz-, mittel- und langfristig Bauplätze in Güstrow schaffen. Diesen Beschluss haben wir selbst gefasst“, so Uwe Heinze (SPD). „Es geht hier um den ersten Schritt, dieses Gebiet zum Wohngebiet zu entwickeln. Wir sollten keine Zeit verlieren.“ Und auch Sascha Zimmermann (FDP) forderte: „Wir sollten jetzt nicht bremsen.“

Jetzt ist also der Weg frei, in dem geplanten Wohngebiet auf einer Fläche von 4,4 Hektar bis zu 60 Bauplätze für eine Einfamilienhausbebauung zu schaffen (bei einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von 600 Quadratmeter). Laut Bürgermeister Arne Schuldt handele es sich um die Vorbereitung eines weiteren großen Wohngebietes im innerstädtischen Bereich. „Eine abschnittsweise Erschließung und Vermarktung ist möglich. Dabei könnte z.B. die Fläche des Petershofes als letzter Bauabschnitt realisiert werden“, so der Bürgermeister.

Um kurzfristig Bauplätze zu schaffen, wurden unterdessen im Baugebiet Hengstkoppelweg zum 30. Juni 16 Bauplätze ausgeschrieben. Nach der Öffnung der bis jetzt eingegangen 13 Angebote lasse sich feststellen, auf welche Grundstücke ein verbindliches Gebot abgegeben wurde und welche Grundstücke nochmals mit einer neuen Frist ausgeschrieben werden müssten, informiert Schuldt. „Aufgrund des mittlerweile beendeten Poststreiks ist zurzeit allerdings noch nicht feststellbar, ob Angebote zurzeit noch unversendet im Briefzentrum der Post liegen“, schränkt der Bürgermeister ein. Bis auf die Vermarktung von weiteren 13 Grundstücken im 2. Bauabschnitt des Hengstkoppelwegs, welche allerdings voraussichtlich nicht mehr im Jahr 2016 erschlossen werden könnten, würden sich kurzfristig von städtischer Seite keine weiteren Baupotenziale ergeben.

Neben der langfristigen Schaffung von Bauplätzen im Bredentiner Weg hat die Stadt noch eine mittelfristige Variante parat. „In den Haushalt 2016/17 werden die Abrisskosten für die ehemalige Hasenwaldschule in der Hamburger Straße und die dazugehörige Turnhalle eingestellt. Nach Abrissarbeiten auf dem Gelände können dort ebenfalls Bauplätze realisiert werden“, kündigt Schuldt an. Bei weiterem Bedarf verweist er neben städtischen Baupotenzialen auf den privaten Grundstücksmarkt.  

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