Radweg für Glasewitz : Neue Wege für Pedalritter

Hier, zwischen Plaaz und Diekhof, gibt es inzwischen den lang ersehnten Radweg. Noch in diesem Jahr kann auf eine Verbindung von Güstrow nach Glasewitz und zur A19 gehofft werden. Dann fehlte auf dieser Route nur noch der kleine Abschnitt zwischen A19 und Abzweig Zapkendorf.
Hier, zwischen Plaaz und Diekhof, gibt es inzwischen den lang ersehnten Radweg. Noch in diesem Jahr kann auf eine Verbindung von Güstrow nach Glasewitz und zur A19 gehofft werden. Dann fehlte auf dieser Route nur noch der kleine Abschnitt zwischen A19 und Abzweig Zapkendorf.

Land hat fünf Radwege im Landkreis Rostock für aktuellen Förderzeitraum berücksichtigt. Radwegekonzept wird derzeit erarbeitet.

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22. März 2016, 12:00 Uhr

Knapp zehn Kilometer Radwege entlang von Landesstraßen sollen im Landkreis Rostock neu entstehen. Dabei geht es vor allem darum, vorhandene Wege für Pedalritter fort- bzw. zusammenzuführen.

Fünf Maßnahmen stehen in diesem Jahr auf der Prioritätenliste des Landkreises für die Förderperiode, die bis 2020 geht. Dabei geht es um die Landesstraße 14 zwischen Güstrow und Glasewitz sowie zwischen Glasewitz und der Anschlussstelle der A19 bei Glasewitz. An der Landesstraße 10 sollen die Abschnitte zwischen Satow und Heiligenhagen sowie zwischen Heiligenhagen und Anna Luisenhof einen Radweg erhalten. Ein noch fehlender Kilometer zum Nachbarkreis Mecklenburgische Seenplatte soll ebenfalls geschlossen werden.

Wenn im Sommer mit der Sanierung der Landesstraße 14 von Güstrow nach Glasewitz begonnen wird, sollte auch der Radweg dazu gehören, denkt Gritt Goldbach. Die Bürgermeisterin von Goldbach hat zudem bereits die Information, dass die Brücke über die Autobahn in ihrer Gemeinde im Herbst abgerissen und neu gebaut werden soll. Das würde also passen, wenngleich das Radwegvorhaben bis über die Brücke in diesem Jahr wohl kaum noch verwirklicht werden dürfte.

Grundlage ist das Lückenschlussprogramm der Landesregierung. Das hat sich zum Ziel gesetzt, „Wegeverbindungen zu den und zwischen den zentralen Orten zu ermitteln“, erklärt Kreissprecher Michael Fengler. Bei der Auswahl der Baumaßnahmen gelten verschiedene Kriterien. So sollte der neue Radweg schon vorhandene Radwege „im Gesamtnetz des Landes“ verbinden. Auch das Verkehrsaufkommen spielt ein entscheidende Rolle. So müssen mindestens 2500 Fahrzeuge am Tag auf der jeweiligen Landesstraße unterwegs sein.


Strecke Krakow – Dobbin könnte 2017 folgen


Vor zwei Jahren wurden den Landkreisen eine Vorschlagsliste für das Lückenschlussprogramm übergeben. Diese sei dann von den Kreistagen beraten und das Ergebnis dem Ministerium mitgeteilt worden. Daraufhin hat das Ministerium die fünf Maßnahmen für den Förderzeitraum bis 2016 bestätigt. Parallel dazu wurden die Ämter für Raumordnung und die Planungsverbände aufgerufen, ein Radwegekonzept für die Region zu erarbeiten. „Derzeit befindet sich der Entwurf in der Überarbeitung, da in der Zwischenzeit vielfach neue Wegeverbindungen, welche für den Radverkehr geeignet sind, hinzugekommen sind“, erklärt Fengler. Das betreffe im Kreisgebiet beispielsweise die Landesstraße 14 zwischen Plaaz und Diekhof.

Aufgrund einer Vielzahl von Wegen, die im ersten Förderzeitraum Priorität erfahren haben, rechnet Ralf Sendrowski, Leiter des Straßenbauamtes Stralsund, damit, dass andere Projekte erst später begonnen werden können. Beispielsweise hatte der Landkreis die Fortführung des Radweges zwischen Schwaan und Ziesendorf für den zweiten Förderzeitraum ab 2017 auf Platz drei der Prioritätenliste gesetzt. Doch Sendrowski rechnet nicht damit, dass mit den Planungen dafür vor 2018 begonnen werden kann. Der Straßenbau ab Krakow am See Richtung Abzweig Möllen und ab Wadehäng nach Dobbin und fortführend könnte ebenfalls im nächsten Jahr folgen. Hier gibt es allerdings noch erhebliche bedenken, wie der Radweg geführt werden soll: wegen der Enge auf dem Damm sowie in einigen Kurven.

Unabhängig vom Lückenschlussprogramm des Landes plant der Landkreis eigene Maßnahmen an seinen Straßen. Dazu gehört unter anderem die Weiterführung des Radweges an der Kreisstraße 12 und in der Ortsdurchfahrt Bützow. Diese Radweg ist Bestandteil der kompletten Sanierung der Kreisstraße von Bützow in Richtung Rühn. Mit dem ersten Bauabschnitt soll 2017 begonnen werden.

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