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Familienbündnis Güstrow : Neue Villa für „Kunterbündnis“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

In 13 Räumen finden Begegnungsstätte, Kinderbetreuung und Projekt „Kukuk“ im Postgebäude am Pferdemarkt ausreichend Platz

von
erstellt am 01.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Seit neuestem schallt Kinderlachen durch die historischen Gemäuer der Post auf dem Güstrower Pferdemarkt. Denn seit wenigen Wochen haben sich hier sowohl die sozio-kulturelle Begegnungsstätte „Villa Kunterbündnis“ als auch das Projekt „Kukuk“ des lokalen Familienbündnisses niedergelassen. Zuletzt gab es nach der Ankündigung von Karen Larisch, der Leiterin der Villa, die Räume in der Engen Straße aufzugeben, einige Unstimmigkeiten mit dem ehemaligen Vermieter (SVZ berichtete). Doch die Wogen haben sich inzwischen geglättet, so Larisch.

„Grund für den Streit war ein Versicherungsschaden. Bis heute konnten sich die Versicherer nicht einigen, wer den Schaden schließlich beheben wird, aber wir haben Frieden geschlossen“, fasst die 44-Jährige zusammen. Die Entscheidung für den Umzug sei aber schon vor diesen Unstimmigkeiten gefallen. „Wir sind eine Begegnungsstätte. Es besuchen uns Menschen mit den unterschiedlichsten Sorgen und Problemen. Wir wollen ihnen einen geschützten Raum bieten und dafür brauchten wir viele einzelne Räume“, erklärt Karen Larisch.

In der Engen Straße habe es zwar die Möglichkeit des Umbaus gegeben, doch das hätte die finanziellen Möglichkeiten des gemeinnützigen Vereins überschritten. Ein Umzug war unausweichlich und in dem Postgebäude bieten 13 Räume ausreichend Platz für die vielen Projekte des umtriebigen Vereins. Besonders für die kleinsten Gäste gibt es hier jede Menge Platz zum Spielen. Die Geschwister Mia und Mark kommen regelmäßig in die Villa. Mama Doreen Gerte ist Filialleiterin einer Einzelhandelskette und arbeitet häufig länger, als die Kindertagesstätten geöffnet haben. „Ohne das Angebot der Villa könnte ich meinen Job nicht ausüben“, sagt Doreen Gerte. Nur eine von vielen Müttern, die froh über ein solches Angebot in der Kreisstadt sind. Sohn Mark hat in Taylor Guba inzwischen einen richtig guten Freund gefunden. Da verwundert es nicht, dass sie mit leuchtenden Augen gemeinsam in die hauseigene Holzwerkstatt stürmen, um mit der Laubsäge zu arbeiten.

Einer von vielen Momenten, der Karen Larisch die Arbeit schöner macht. Und sicherlich auch ein Grund dafür, auch harte Zeiten durchzustehen. Momentan fehlt es hier an finanziellen Mitteln – besonders vom Land. Denn die Förderung aus dem Sozialministerium wurde bis zum 1. Januar 2015 auf Eis gelegt. „Das war schon ein herber Rückschlag. Das laufende Jahr mussten wir – teils aus eigener Tasche – vorfinanzieren. Aber wir wollten nicht aufgeben“, resümiert Karen Larisch stolz.

Nicht zuletzt wegen der schwierigen Finanzierung sozialer Projekte, plant das Familienbündnis die Einrichtung eines „Bürgerfonds“, um bei finanziellen Engpässen schneller helfen zu können. Sobald alle rechtlichen Rahmenbedingungen abgestimmt sind, solle dieser Fond bereits im Mai eingerichtet werden, so Karen Larisch.

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